Warum Kinder bei Corona-Virus einen Vorteil haben

Mittlerweile sind mehr als 1.100 Menschen am Coronavirus gestorben. Kinder sind kaum von der Epidemie betroffen. Warum das so ist, lässt sich medizinisch nicht genau erklären. Ärzte haben jedoch eine Vermutung.
In China gibt es mindestens 44.200 Krankheitsfälle. Mehr als 1.100 Menschen sind ums Leben gekommen. Laut Experten werde die Coronavirus-Epidemie in diesem Monat noch ihren Höhepunkt erreichen.

Durchschnittspatient zwischen 49 und 56 Jahre alt



Die Ausbreitung der gefährlichen Lungenkrankheit hat schwerwiegende Auswirkungen auf das alltägliche Leben, den Tourismus und die Wirtschaft. Auch die Formel-1-Rennen in China wurden abgesagt.

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Wie Wissenschaftler im "Journal of the American Medical Association" (JAMA) berichten, ist der durchschnittliche Coronapatient zwischen 49 und 56 Jahre alt.

Die meisten Todesopfer waren älter als 60, männlich und schon vor der Infektion gesundheitlich angeschlagen oder litten an Vorerkrankungen.



Kinder sind von dem Virus eher selten betroffen. Zwar haben sich einzelne infiziert, u.a. auch in Deutschland, doch meistens weisen sie keine Symptome auf.

Laut chinesischen Gesundheitsbehörden sind bislang nur zwei Infektionen bei Neugeborenen bekannt, genaue Zahlen über alle Altersklassen hinweg fehlen aber, berichtet "Focus online".

Andere Immunantwort



Wieso Kinder seltener vom Virus betroffen sind, ist nicht ganz klar. "Wir verstehen das Phänomen nicht vollständig – es könnte aber an einer anderen Immunantwort bei Kindern gegenüber Erwachsenen liegen", erklärt der Arzt Andrew Pavia von der University of Utah gegenüber dem Internetportal "LiveScience".

"Eine Hypothese ist, dass das angeborene Immunsystem, das sich als erste Reaktion gegen eine breite Gruppe von Erregern richtet, in Kindern stärker aktiv ist", so Pavia.



Weiters erläutert die Epidemiologin Krys Johnson vom Temple University College of Public Health in Philadelphia: "Wie wir sehen, haben Kinder durchaus Symptome bis hin zu einer viralen Lungenentzündung, doch weil ihr Immunsystem so robust ist, wirft es sie nicht in der gleichen Weise um wie einen Erwachsenen. Zudem erholen sie sich leichter als ihre Eltern und Großeltern."

Es gibt bei anderen Infektionskrankheit ähnliche Muster. So liegt die Wahrscheinlichkeit an Feuchtblattern zu sterben bei Erwachsenen 25mal höher als bei Kindern.

Jüngere Menschen leiden zudem seltener an chronischen Krankheiten, auch sind ihre Atemwege in der Regel noch gesund und nicht vorbelastet (z.B. durch Rauchen oder Luftschadstoffe).

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