Costa Concordia: Rätsel um mysteriöse Blondine

Ein Land sucht eine Blondine: Ein Zeitungsreporter berichtet von einer mysteriösen Frau, die angeblich im Besitz des Laptops von "Costa Concordia"-Kapitän Francesco Schettino sein soll. Nicht nur durch diese Enthüllung gerät Schettino immer weiter unter Druck.

Ein Land sucht eine Blondine: Ein Zeitungsreporter berichtet von einer mysteriösen Frau, die angeblich im Besitz des Laptops von "Costa Concordia"-Kapitän Francesco Schettino sein soll. Nicht nur durch diese Enthüllung gerät Schettino immer weiter unter Druck.


Am 14. Jänner, einen Tag nach der Schiffskatastrophe vor der Insel Giglio, stellte sich Francesco Schettino der Presse. Dabei sei etwas Merkwürdiges geschehen, berichtet die Zeitung Corriere della Sera. Gegen 11:45 Uhr soll damals eine etwa 40 bis 50 Jahre alte, blonde Frau, die eine beige Jacke trug, aufgetaucht sein.
Sie habe sich als Anwältin der "Costa Crociere" ausgegeben, sei ziemlich in Rage geraten, als sie den Kapitän beim Gespräch mit Medienvertretern gesehen habe, schreibt das Blatt. Brisant: Die Frau sei mit Schettino und dessen Aktentasche verschwunden.
In der Tasche habe sich Schettinos Laptop befunden - auf dem sensible Daten des Schiffsunglücks gespeichert sein könnten, spekulieren zumindest italienische Medien.
Offizierin belastet Schettino

Indes gerät der Kapitän der "Costa Concordia" weiter unter Druck. Silvia Coronika,29, dritte Offizierin an Bord des Kreuzfahrtschiffs, erhebt im Polizeiverhör schwere Vorwürfe gegen den Kapitän.
Das "Verbeugung" genannte Manöver - der Grund, warum die "Costa Concordia" zu nahe an die Insel kam und Leck schlug - sei von langer Hand geplant gewesen. Etwa vier Meilen vor der Küste sei Schettino auf die Brücke gekommen und habe das Abschalten des Autopiloten befohlen.
Coronika war nach eigenen Angaben auf der Brücke, als das Schiff havarierte. Dort habe sie gesehen, wie sich der Kapitän mit mehreren Personen unterhielt, darunter die 25 Jahre Moldawierin Domnecia Tschemortan.
Letztere soll in Kürze von italienischen Behörden einvernommen werden. Sie hat Kapitän Schettino stets in Schutz genommen - und bestritten, seine Geliebte zu sein.
Und die Vorwürfe gehen weiter: Nach der Havarie habe der Kapitän alles andere als ruhig reagiert, so Coronika: "Er lief von einem Ende der Brücke zum anderen und war total panisch."
Aufregung um "Reiche" im Rettungsboot

Aufregung herrscht auch um angebliche reiche russische Passagiere, die sich Plätze in Rettungsbooten erkauft hätten. Die Gerüchte gehen auf Berichte von Helfern auf der Insel Giglio zurück. Demnach sei der Anteil an russischen Passagieren sehr hoch gewesen, obwohl sich kaum russische Urlauber an Bord der "Costa Concordia" befunden hätten.

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