Durch die grassierende, vielerorts bereits dominante Delta-Variante des Coronavirus, schärfen viele Länder derzeit ihre Corona-Regeln nach. Nun hat sich auch die iranische Regierung dazu entschlossen, drastische Schritte einzuleiten. Im Kampf gegen die mittlerweile fünfte Corona-Welle hat das Land einen einwöchigen Lockdown verhängt.
In diesem Zeitraum müssen sämtliche Geschäfte und Büros, die nicht zum lebensnotwendigen Alltagsbedarf zählen, vom 15. bis zum 21. August landesweit geschlossen bleiben. Dies berichtet am Samstag das staatliche Fernsehen.
Zusätzlich dazu soll bis zum 27. August ein Fahrverbot erlassen werden. Davon ausgenommen seien Lastwagen, die Lebensmittel und lebenswichtige Güter transportieren, sowie Krankenwagen.
Hintergrund der Maßnahmen sind die enorm steigenden Infektionszahlen. Zuletzt verzeichneten die Behörden nämlich 29.700 Neuinfektionen und 466 Todesfälle binnen 24 Stunden. Der Iran zählt insgesamt 83 Millionen Einwohner, wobei erst 3,8 Millionen davon vollständig immunisiert sind. Das entspricht weniger als 5 Prozent der Bevölkerung.