Gibt es Corona-Mutation auch schon in Österreich?

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SymbolbildOLIVIER MATTHYS / AFP / picturedesk.com
"Heute" hat bei den Behörden nachgefragt, ob es die gefährliche Corona-Mutation auch schon in Österreich gibt.

Um Mitternacht enden formal die Gespräche für die Brexit-Verhandlungen, schon bescheren die Briten der Europäischen Union eine erste Dringlichkeitssitzung. Diese soll Montagmorgen stattfinden und die mutierte Form des Coronavirus zum Gegenstand haben.

Das berichtet ein Korrespondent des "ZDF" in Brüssel. Immer mehr Länder schränkten bereits am Wochenende den Flugverkehr aus Großbritannien ein, nach den Niederlanden und Belgien folgten am Sonntagnachmittag auch Österreich, Deutschland und Italien.

Bisher nicht in Österreich

Bereits vor dem Landeverbot galten weitere strenge Auflagen. Großbritannien wurde als Staat mit erhöhtem Infektionsrisiko angesehen, die Einreise war nur mit zehntägiger Quarantäne möglich. Hat es die Mutation trotzdem schon nach Österreich geschafft?

Offenbar nicht, heißt es aus dem Gesundheitsministerium auf "Heute"-Anfrage. "Diese Virus-Mutation wurde in Österreich bisher nicht nachgewiesen", so ein Sprecher. Man stehe dazu nichtsdestotrotz in engem Austausch mit der Weltgesundheitsorganisation und dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten.

Die Schweizer Epidemiologin Emma Hodcroft von der Uni Bern erläutert im Gespräch mit "20 Minuten", dass die Variante allerdings bereits in Dänemark und Australien nachgewiesen werden konnte. "Es ist möglich, dass die Variante schon in der Schweiz ist, wir sie aber noch nicht entdeckt haben."

Krisentelefonat

Am Nachmittag gab es deswegen bereits ein Krisentelefonat mit den EU-Hauptstädten, um Informationen auszutauschen. Nun sollen Maßnahmen möglichst einheitlich abgestimmt und koordiniert werden.

Die neue Variante des Coronavirus verbreitet sich seit mehreren Wochen im Großraum London, 18.000 Infizierte werden vermutet. Weil die Mutation bis zu 70 Prozent ansteckender sein soll, verschärfte Premierminister Boris Johnson den Lockdown. Die Impfung soll allerdings gleich effektiv sein.

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