Dagmar Koller: "Ich bin alt und gehöre nicht mehr dazu"

Dagmar Koller
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Dagmar Koller gehört zu Wien wie die Lipizzaner und die Sängerknaben. Mit 81 finde sie sich aber im Abseits wieder, erzählte sie im "Heute"-Interview.

Unter dem Motto "Austria For Life" lud Lifeball-Organisator Gery Keszler am Freitagabend Dutzende heimische Prominente zu einer gigantischen Charity-Liveshow vor den Wiener Stephansdom. Auf einer geradezu megalomanisch dimensionierten Bühne gaben sich die Kiesbauers, Markovics und Obonyas des Landes die Klinke in die Hand. Hintergrund des Spektakels war der gute Zweck. Die gesammelten Spenden – rund 600.000 Euro – sollen durch die Corona-Krise in Not geratenen Menschen zugute kommen.

Austria For Life am Freitag auf dem Wiener Stephansplatz
Austria For Life am Freitag auf dem Wiener Stephansplatzpicturedesk.com

Stephansplatz gut gefüllt – mitten in der Pandemie

Wenngleich es aufgrund der Corona-Regeln derzeit für ein Event in dieser Größenordnung fast ausgeschlossen erscheint, es live und mit Publikum durchzuziehen, haben sich die Veranstalter eine gefinkelte Lösung ausgedacht: Ein Absperrgitter trennte den Veranstaltungsbereich räumlich vom restlichen Stephansplatz ab. Was dahinter geschah, war nicht mehr Problem der Organisatoren. So war es möglich, dass sich einige hundert Menschen auf dem Platz versammelten, um die Charity-Show live mitzuerleben. Die Polizei war vorort – keine Zwischenfälle.

Hunderte verfolgten das Event live auf dem Stephansplatz
Hunderte verfolgten das Event live auf dem StephansplatzHeute.at

Charity mit Starpower

Auf der Bühne standen unter anderem die Wiener Sängerknaben, Conchita Wurst mit einer deutschen Version ihres Eurovision-Siegertitels "Rise Like A Phoenix", Willi Resetarits, Marianne Mendt, Jazz Gitti, Cornelius Obonya, Karl Markovics, Arabella Kiesbauer, Alfons Haider und viele, viele mehr. Gery Keszler tat, was er gut kann – die Namen, die man kennt, im Sinn der guten Sache versammeln.

Dagmar Koller im "Heute"-Talk

Im Anschluss an das Event hat Dagmar Koller im Gespräch mit "Heute" über das Älterwerden resümiert. Die 81-Jährige strahlte über das ganze Gesicht, so sehr freute sie sich über das, was sie gerade geboten bekommen hatte. "Ich bin froh, in einer Stadt zu leben, in der es so etwas gibt. Das war doch atemberaubend", lobte sie die Show. Dennoch: "Ich wäre so gerne mittendrin gewesen, statt nur dabei. Wenn man alt wird, gehört man nicht mehr so dazu. Das tut weh", beklagte die Sängerin.

Conchita Wurst, Gery Keszler, Kardinal Christoph Schönborn und Dagmar Koller
Conchita Wurst, Gery Keszler, Kardinal Christoph Schönborn und Dagmar Kollerpicturedesk.com

Was ihr ebenfalls weh tue: "Der fehlende Applaus. Das ist Corona zu verdanken. Das schmerzt jeden", so Dagmar Koller. Wie gehe es nun für sie weiter? "Ich glaube, es ist nun die Zeit angebrochen, in der man verzichtet, und ruhig wird", meinte die einst so bejubelte Sängerin, Tänzerin und Schauspielerin. Das müsse man akzeptieren, auch wenn es nicht einfach sei.

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