Mit 36 Jahren outete sich Moderator Alfons Haider (68) zunächst bei seiner Mutter, erst später folgte das öffentliche Coming-out im Jahr 1997. Dass sich dadurch sowohl privat als auch beruflich sein Leben von Grund auf verändern würde, bekam er schnell zu spüren.
"Ich habe dann auch schlagartig einen Werbevertrag verloren," erzählt der Moderator heute im "Mindgames"-Podcast. Die Begründung damals: "Damit verkauft man kein Produkt."
Jahrzehnte später hat sich genau dieselbe Firma erneut bei ihm gemeldet – mit einer fast ironisch wirkenden Anfrage: "Ob ich genau für die Schwulen Werbung machen möchte," erzählt Haider. Dieses Angebot kam für ihn natürlich nicht infrage. Mit "das hättet ihr euch früher überlegen können," hat er abgelehnt.
Auch privat war die Zeit für den 68-Jährigen sehr herausfordernd – über Jahre hinweg war er aufgrund seiner Sexualität extremem Hass ausgesetzt. Er wurde öffentlich angefeindet, auf der Straße geschlagen und dass seine Hauswände beschmiert wurden, war für ihn "Gang und Gebe".
Zu dieser Zeit immer hinter ihm: Seine Mutter. Während auch sie anfangs Schwierigkeiten hatte, mit seinem Outing umzugehen – und 40 Therapiesitzungen brauchte, um "zu verstehen, warum ich so bin" – war sie schlussendlich eine große Stütze für ihn, wofür er sehr dankbar ist: "Sie hat einfach wie eine Löwin agiert."