sorgt derzeit in Kopenhagen für Aufregung. Schließlich musste das Video zurückgezogen werden.
Das von mehreren Seiten als überzogen und zu drastisch kritisierte "Voteman"-Zeichentrickvideo wurde am Dienstag von der Homepage des Folketing entfernt, nachdem Parlamentspräsident Mogens Lykketoft wegen des Werbefilms in die Bredouille geraten war.
In dem Spot bringt der an eine Rocker-Figur gemahnende "Voteman" Jugendliche mithilfe von Faustschlägen und anderen Formen der Gewaltanwendung auf höchst gesetzwidrige Weise in die Wahllokale. Die Kritik stieß sich auch an der expliziter Darstellung von Szenen aus dem Sexuallebens der fiktiven Figur.
Der Chef der "Liberalen Allianz", Anders Samuelsen und der Gleichberechtigten-Sprecher der Sozialistischen Volkspartei, Özlem Cekic, bemängelten vor allem die mutmaßliche Frauenfeindlichkeit des Spots. Lykketoft, ehemaliger sozialdemokratischer Parteichef und Spitzenkandidat, verteidigte hingegen das eineinhalbminütige Video als "ganz unschuldig" und meinte in einem Rundfunkinterview, es gebe "viel Schlimmeres" in den Medien zu sehen.
Ganz unschuldig dürfte es dann doch nicht gewesen sein: Nach massiven Protesten hat das dänische Parlament am Dienstag den Werbespot für die Europawahl zurückziehen müssen. Der Film sei brutal und frauenfeindlich, so die Kritik. Die Hauptperson in dem 90 Sekunden langen Clip ist eine Figur namens "Voteman", die erst Gruppensex mit fünf Frauen hat und dann Bürger in die Wahllokale prügelt.