Dank Ford können blinde Beifahrer im Auto "sehen"

Vibrationen vermitteln Landschafts-Ausblicke: "Feel the View"-Autofenster von Ford soll eine Autofahrt auch für blinde Beifahrer zum Erlebnis machen.

Von sanften Hügeln bis hin zu hohen Bergketten – die Aussicht aus dem Autofenster macht so manche Fahrt zum unvergesslichen Erlebnis. Blinden und sehbehinderten Menschen bleibt diese Erfahrung jedoch verwehrt. Der Prototyp eines intelligenten Autofensters soll dies nun ändern – indem blinden oder sehbehinderten Menschen ermöglicht wird, ein Abbild von vorbeiziehenden Landschaften durch Berührung zu ertasten.

Es genügt der Druck auf einen Auslöseknopf, dann erstellt das intelligente Autofenster mit dem Namen "Feel The View" monochrome Bilder mittels einer Digitalkamera. Unter Verwendung von speziellen LEDs auf der Fensterfläche werden die Bilder als Vibrationsmuster mit insgesamt 255 Abstufungen reproduziert. Dank dieser Technologie kann ein Abbild der Umgebung mit den Fingern gefühlt werden. Im Kopf entsteht ein wirklichkeitsnaher Eindruck von der Außenwelt.

Entwickelt in Italien

Das "Feel The View"-Autofenster wurde von Ford of Italy und der Kommunikationsagentur GTB Roma konzipiert und entwickelt – in Zusammenarbeit mit Aedo, einem Start-up, das sich auf technologische Lösungen für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen spezialisiert hat.

"Wir versuchen, das Leben der Menschen zu verbessern und dies war eine fantastische Gelegenheit, um einen wichtigen Aspekt des Autofahrens für Blinde erlebbar zu machen", so Marco Alù Saffi von Ford Italy. "Die Technologie ist fortschrittlich, aber das Konzept ist einfach – und könnte für unvergessliche Momente im Leben von sehbehinderten Menschen sorgen." (lab/pd)

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