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Darmkrankheit entpuppte sich als Ketchup-Packerl

Heute Redaktion
13.09.2021, 22:03

Sechs Jahre lang behandelten die Ärzte bei einer 41-Jährigen die Darmkrankheit Morbus Crohn. Doch nichts half, weil sie die Krankheit in Wirklichkeit nie hatte.

Vor mehr als sechs Jahren ging eine 41 Jahre alte Engländerin mit entsetzlichen Darmbeschwerden zum Arzt. Krampfartige Bauchschmerzen, krankhafte Blähungen die tagelang dauerten, und Durchfall.

Für die Mediziner eine klare Sache: Das kann nur Morbus Crohn sein, eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Darmes.

Nichts half

Doch die Frau reagierte nicht auf die Behandlungsmethoden, kein Medikament brachte ihr Besserung. Den Ärzten blieb nur eines übrig: Eine Operation.

Bei der geplanten Bauchspiegelung dann die Überraschung: In ihrem Dünndarm fanden die Chirurgen einen Entzündungsherd, ausgehend von zwei kleinen Plastikstücken auf denen das Logo der Marke "Heinz" zu erkennen war. Sie stammen wohl von einem Ketchup-Sackerl, wie man es oft in Restaurants serviert bekommt.

Symptome weg

Die Ärzte entfernten den Entzündungsherd und tatsächlich verschwanden die Symptome der Frau kurze Zeit später vollkommen. Auch heute, fünf Monate nach der OP, ist sich beschwerdefrei.

Laut den Ärzten ist es das erste Mal, dass ein verschlucktes Stück Plastik die Symptome von Morbus Crohn hervorruft.

Die Frau kann sich nicht erinnern, wo sie die Plastikstücke zu sich genommen haben könnte. (red)

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