Darum empfiehlt Arzt seinen Kindern die Impfung nicht

Christoph Wenisch, Leiter der Infektionsabteilung der Klinik Favoriten
Christoph Wenisch, Leiter der Infektionsabteilung der Klinik Favoritenpicturedesk.com
Der Infektiologe Christoph Wenisch spricht über die Corona-Impfung und die neue Mutation des Virus.

Für Christoph Wenisch, Leiter der Infektionsabteilung der Klinik Favoriten, ist die neue Corona-Impfung, die am Montag auch in der EU zugelassen werden soll, ein "Weihnachtswunder". Das sagte er Montagfrüh im Gespräch mit Robert Kratky im Ö3-"Weichnachtswunder"-Studio.

Der Experte zeigte auch Verständnis für Menschen, die sich nicht sofort impfen lassen wollen. Denn: "Die Frage ist noch nicht relevant. Jetzt müssen die Menschen geimpft werden, die in den Krankenhäusern arbeiten und die Risikogruppen."

Empfiehlt er seinen eigenen fünf Kindern die Impfung? "Nein auf keinen Fall, unter 16 Jahren gibt es gar keine Evidenz." Sein Ältester (24) gehört zu keiner Risikogruppe und müsse daher noch warten.

So feiert er Weihnachten

Das Weihnachtsfest will Wenisch traditionell im engen Familienkreis mit Frau und Kindern verbringen: "Wir nehmen auch immer die Uroma dazu. Wir testen uns am Nachmittag. Dann sind wir negativ und feiern."

Aus Großbritannien erreichen uns Meldungen einer Corona-Mutation, die 70 Prozent ansteckender sein soll. Wenisch: "Das ist eine nicht besonders weihnachtliche Botschaft, vor allem für alle, die in London sind und eigentlich nach Hause zu ihren Familien fliegen wollten." Mutationen, die infektiöser sind, machen aber weniger krank. Das besagt die Theorie. Und: Die Impfung dürfte auch gegen die Mutation wirksam sein.

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