Coronavirus

Darum empfiehlt Expertin neuen Knallhart-Lockdown

Derzeit wird über weitere Einschränkungen im Osten diskutiert. Das sagt eine Epidemiologin dazu.
Heute Redaktion
23.03.2021, 22:25

Die Epidemiologin Eva Schernhammer von der MedUni Wien war am Dienstag bei Armin Wolf in der "ZiB2" zu Gast – noch vor den Ergebnissen des großen Ost-Gipfels.

Derzeit wird über eine "Osterruhe" im Osten verhandelt? Wie müsste diese aussehen, damit sie eine Verbesserung der Situation bringt? Schernhammer: "Es bedarf entschiedenem Handelns. Wir müssen die Intensivstationen rasch entlasten. Das geht leider nur durch die Einschränkung der Menschen." Im Osten des Landes sei das unbedingt nötig. Die Intensivbetten würden sehr rasch belegt werden.

Österreich habe sehr stark auf das Testen gesetzt. Deshalb konnte man verschiedene Öffnungsschritte setzen. Die britische Variante des Virus habe das Infektionsgeschehen hierzulande aber verändert – eben durch den raschen Anstieg der Intensivpatienten.

Öffnen oder schließen?

Der Umweltmediziner Hans Peter Hutter hatte gefordert, Öffnungen durchzuführen, damit sich die Menschen draußen treffen. Die Expertin dazu: "Ich sehe das so: Das ist die große Unbekannte. Ob die Menschen mitmachen, wissen wir immer erst danach.“ Wenn das nicht der Fall sei, dann sei es egal, welche Maßnahmen man setze. Auch Hutter könne nicht wissen, ob es so kommt, wie er sagt.

"Wenn alle Menschen mitmachen, könnte man mit diesen Maßnahmen weitermachen", so die Epidemiologin. Andernfalls würde sie zu einem harten Lockdown raten.

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