Im TV attackierte der ungarische Vizepremier Zsolt Semjén die schwedische Sozialministerin Annika Strandhäll. Sie hatte zuvor Orbans Pläne in der Familienpolitik als "alarmierend" bezeichnet.
Schweden und unser Nachbarland Ungarn fechten aktuell einen "Krieg der Worte" aus, wie der ORF berichtet. Der Grund dafür sind verbale Entgleisungen rund um die Entwicklungen in der ungarischen Familienpolitik. In Folge wurde der ungarische Botschafter am heutigen Mittwoch ins Außenministerium in der schwedischen Hauptstadt Stockholm zitiert.
Vizepremier Zsolt Semjén soll in einer ungarischen Talkshow am Wochenende die schwedische Sozialministerin Annika Strandhäll ein "armes, krankes Wesen" geschimpft haben.
Diese wiederum hatte in einem Tweet (siehe oben) Premiers Viktor Orbáns Familienpolitik als "alarmierend" bezeichnet. Der Ministerpräsident wolle, dass nur noch "echte" ungarische Kinder geboren werden, kommentierte die schwedische Ministerin.
Orbán hatte vor eineinhalb Wochen angekündigt, finanzielle Anreize für die Geburt ungarischer Kinder schaffen zu wollen, um einer Zuwanderung der benötigten Arbeitskräfte entgegen zu wirken. Orbán hatte in vergangenen Jahren angekündigt, die Geburtenrate bis 2030 auf 2,1 Kinder pro Frau steigern zu wollen – "Heute.at" berichtete.
Die Bilder des Tages
(rec)