Fussball

Darum geht der Flick-Rauswurf in die Geschichte ein

Hansi Flick wurde am Sonntag als Teamchef der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gefeuert. Ein Novum in der DFB-Geschichte.
Sport Heute
10.09.2023, 20:42
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"Hansi Flick hat sich aufgerieben in den zurückliegenden Monaten, er hat gemeinsam mit seinem Trainerteam alles gegeben, um nach dem Ausscheiden bei der WM in Katar die Wende zum Positiven zu schaffen. Leider müssen wir heute feststellen, dass es nicht gelungen ist. Das Japan-Spiel hat uns klar gezeigt, dass wir in dieser Konstellation nicht mehr weiterkommen." Mit diesen Worten bestätigte DFB-Sportdirektor Rudi Völler am Sonntag das Aus von Hansi Flick.

Der Rauswurf des ehemaligen Bayern-Coaches kam wenig überraschend. Von den letzten 17 Partien wurden nur vier gewonnen – gegen Italien, den Oman, Costa Rica und Peru. Im Kalenderjahr 2023 gelang nur ein voller Erfolg. Zuletzt setzte es Pleiten gegen Polen (0:1), Kolumbien (0:2) und Japan (1:4).

DFB-Präsident Bernd Neuendorf: "Die Gremien waren sich einig, dass die A-Nationalmannschaft der Männer nach den zuletzt enttäuschenden Ergebnissen einen neuen Impuls benötigt. Wir brauchen mit Blick auf die Europameisterschaft im eigenen Land eine Aufbruchstimmung und Zuversicht." 

Bis ein neuer Teamchef gefunden ist – als Favorit gilt Julian Nagelsmann – sitzt Völler selbst auf der Bank. Fakt ist: Flick ist der erste (!) Bundestrainer, der unfreiwillig den Stuhl räumen musste. Keiner seiner zehn Vorgänger wurde vom Verband entlassen.

Die Coaches gingen nach Misserfolgen entweder von sich aus (unter anderen Berti Vogts, Erich Ribbeck), ließen Verträge auslaufen (Jogi Löw) oder traten am persönlichen "Höhepunkt" ab (Jürgen Klinsmann). 

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