Die doppelte Stoffschicht im Schritt von Damen-Unterhosen stört nicht, scheint aber auch keinen wirklichen Zweck zu erfüllen. Zumindest nicht auf den ersten Blick.
Doch das mysteriöse Textil, das so nahe wie kein anderes am weiblichen Genitalbereich getragen wird, hat tatsächlich eine Daseinsberechtigung – genau genommen sogar drei.
Kein Geheimversteck
Um ein Täschchen für Tampons, die man während des Wechselns dort sicher und hygienisch verstauen kann, wie man in vielen Foren liest, handelt es sich dabei aber nicht.
Ganz von der Hand zu weisen ist der Zusammenhang zwischen Monatsblutung und Baumwollspickel – so die korrekte Bezeichnung für das Stück Stoff – trotzdem nicht. Der doppelte Boden sorgt nämlich für einen besseren Halt von Binden und Einlagen.
Weniger Geruch, weniger Reibung
Weiter sorge die Doppellage für mehr Hygiene im Schritt: Die Höschen selbst sind oft aus synthetischen Stoffen wi zum Beispiel Elastan. Der Spickel wird seinem Namen gerecht und ist aus reiner Baumwolle. Das ist natürlicher, geruchsneutraler und hautverträglicher. Zudem verhindert der Stoff, dass das von der Vagina abgesonderte Scheidensekret bis zur darüber getragenen Hose durchsickert.
Ein weiterer Grund: Die Dopplung deckt Nähte ab und dient damit auch dem Tragekomfort. Dadurch wird die Reibung am Genitalbereich reduziert.
(csc)