Darum hat Neo-Minister Mückstein kein Bargeld

Minister Mückstein rollte mit dem E-Bike zum Interview.
Minister Mückstein rollte mit dem E-Bike zum Interview.Helmut Graf
Wolfgang Mückstein ist ein Mann mit Profil – und Laster. Im "Heute"-Talk gab der Gesundheitsminister neben politischen auch persönliche Einblicke.

Zum Interview im Wiener Volksgarten mit "Heute"-Chefredakteur Christian Nusser kam Mückstein klimafreundlich mit dem E-Bike. Der Grüne Gesundheitsminister ist begeisterter Radfahrer: "Ich bin die letzten beiden Jahre bis auf zwei Wochen Glatteis jeden Tag Rad gefahren. Jetzt geht es sich auch hin und wieder aus."

Um fit für das Amt zu sein, hat er auch ein Medientraining absolviert. Was man da als Neo-Minister lernt? "Nicht breitbeinig dasitzen, nicht die Hände runterhängen lassen." 

Trotzdem hatte sich Mückstein schon bei seinem ersten Auftritt den Österreichern ins Gedächtnis gebrannt. Allerdings nicht wegen seiner Körperhaltung, sondern wegen seiner Schuhe. Anstatt mit hochpolierten Lack-Latschen tanzte der neue Minister mit Sneakern – er besitzt fünf Paare – am Polit-Parkett an. Auch, dass er in Scheidung lebt und zehn Zigaretten am Tag raucht, weiß nun dank zahlreicher Schlagzeilen das ganze Land.

Das ganze "Heute"-Interview mit Wolfgang Mückstein >

Und sein Eindruck davon? Ob die Politik ein seltsames Geschäft sei, könne er noch nicht abschließend beurteilen, entgegnet der Grüne auf die entsprechende Frage. Er gibt einen kleinen Einblick: "Alles ist sehr eng getaktet. Ich habe neue Leute kennengelernt, das macht viel Spaß. In der zweiten Woche beginnen sich die Dinge nun zu wiederholen."

Als federführender Minister in dieser Pandemie ist der Mediziner voll eingespannt, trotzdem sehnt er sich nach seiner Ordination: "Am liebsten würde ich in beidem arbeiten, im Ministerium und in der Ordination, aber das geht nicht." Zumindest bis zum Ende dieser Legislaturperiode wolle er aber im Amt bleiben.

Schnitzel und Veilchen

Beim abschließenden Wordrap outete sich Mückstein als Schnitzel- und Fußballfan. Sein Kicker-Herz pocht für die Veilchen des FK Austria Wien. Musikalisch gibt er seinem Namensvetter Wolfgang Ambros den Vorzug über RAF Camora. Gekifft habe er noch nie, so der Gesundheitsminister nach kurzer Nachdenkpause.

Am Ende gab es dann noch eine Überraschung. Der Mann, der in seiner neuen Position als Minister fast 18.000 Euro im Monat casht, hat überhaupt kein Bargeld am Körper – auch die Bankomatkarte hat ausgedient. Er habe "keinen Euro" dabei, bestätigt Mückstein. "Ich zahle mit meiner Apple Watch."

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