Darum ist Kanzler Kurz gerade Schweizer Cover-Star

Die Startseite von "20 Minuten": Sebastian Kurz im Großformat.
Die Startseite von "20 Minuten": Sebastian Kurz im Großformat.Screenshot 20min.ch
Ruft man Schweizer Onlinemedien auf, ist Österreichs Kanzler aktuell die Cover-Story. Warum Sebastian Kurz gerade die Schlagzeilen der Nachbarn füllt.

Großes Exklusiv-Interview im Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), Titelstory auf 20 Minuten, Top News in der BZ: Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz füllt aktuelle die Schweizer Medien. Der Grund: Das Verhältnis zwischen der Schweiz und der EU ist angespannt und die EU hat seit dem Scheitern des Rahmenabkommens verschiedene Nadelstiche gegen die Schweiz gesetzt. Sebastian Kurz sichert der Schweiz nun Unterstützung zu.

Die Schweiz war in Europa wohl schon beliebter. Seit der Bundesrat entschieden hat, die Verhandlungen rund um ein Rahmenabkommen mit der EU abzubrechen, spürt sie den Ärger der EU. Diese hat als ersten Nadelstich die Schweiz vorläufig aus dem Europäischen Forschungsprogramm Horizon ausgeschlossen

Nun bekommt die Schweiz Unterstützung aus dem Nachbarland. Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz will, dass die Schweiz auch künftig eine tragende Rolle in Wissenschaft und Forschung einnimmt: "Die Schweiz ist aus der europäischen Forschungslandschaft nicht wegzudenken." Das schreiben die Zeitungen von Tamedia. Deshalb möchte sich Kurz dafür einsetzen, dass die Schweiz im Forschungsprogramm Horizon verbleibt.

"Davon halte ich nichts"

Die EU hat als direkte Maßnahme auf das gescheiterte Rahmenabkommen einen Vertrag, der die technischen Handelshemmnisse regelt, auslaufen lassen. Davon betroffen ist vor allem die Medizinalbranche. Auch bei künftigen Verträgen, wie dem Stromabkommen, möchte die EU die Schweiz nicht mehr berücksichtigen, die bilateralen Verträge nicht mehr aufdatieren. Sebastian Kurz hat kein Verständnis für derlei Strafmaßnahmen vonseiten der EU-Kommission: "Davon halte ich gar nichts", sagt er.

Er will sich innerhalb der EU dafür einsetzen, dass der bilaterale Weg zwischen der Schweiz und der EU weitergeführt wird. "Alles andere wäre schlecht für die Schweiz, schlecht für Österreich und schlecht für die gesamte EU", ist der österreichische Bundeskanzler überzeugt.

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