Darum lässt Facebook Ihre Postings verschwinden

Am 1. April führt Facebook neue Regeln ein. Sie werden dafür sorgen, dass viele Inhalte verschwinden – oder erst gar nicht gepostet werden können.

"Es ist klar, dass diese Konzepte eng mit organisierten Hassgruppen verbunden sind und in unseren Diensten keinen Platz haben", erklärte ein Sprecher von Facebook. Konkret geht es um Äußerungen, in denen eine "weiße Vorherrschaft" angedeutet wird, um Texte, die eine "weiße, nationale Identität" hervorheben, um Inhalte, die Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, Frauenfeindlichkeit und Protektionismus predigen.

Teile davon waren schon bisher verboten, ab 1. April sollen sie aber weitgehender und schneller gelöscht werden. Neu dabei ist auch, dass es nicht nur Poster, also jene Menschen treffen soll, die solche Inhalte verbreiten. Auch jene Nutzer, die danach suchen, sollen die neuen Regeln zu spüren bekommen.

Nicht nur Poster, auch Leser

Wie? Wie auch jene, die solche Beiträge zu posten versuchen sollen jene, die sie nur lesen wollen, bei einer Suche danach auf auf den Verein "Life after Hate" umgeleitet werden. Der Verein unterstützt Menschen, die rassistische Gruppen verlassen oder solche Denkweisen aufgeben wollen.

Während Facebook viel Lob für die neuen Mechanismen erntet, gibt es auch Kritik. Einige Beobachter sehen darin eine überhastete Umsetzung, vorangetrieben durch Taten wie das Massaker in Christchurch. Zwar begrüßen sie die konsequente Löschung rassistischer Beiträge, warnen aber davor, dass die Löschaktionen zu umfangreich ausfallen und eine Zensur einführen würden. (rfi)

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