Der Schiedsrichter aus Sambia beendete das Gruppenspiel der Afrika-Meisterschaft zwischen Mali und Tunesien (1:0) gleich zweimal zu früh und schaffte es damit weltweit in die Schlagzeilen. Sikazwe pfiff zunächst in der 86. Spielminute - und damit deutlich zu früh - ab, wurde von Spielern schließlich darauf aufmerksam gemacht und setzte die Partie noch einmal fort, ehe er die Begegnung endgültig 15 Sekunden vor dem Ablauf der regulären Spielzeit beendete.
Nun erklärte der sambische Schiri gegenüber der "L´Equipe", warum er die Begegnung gleich zweimal vorzeitig beendete. Sikazwe hatte mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, erlitt bei 34 Grad Celsius einen Hitzschlag.
"Ich war verwirrt und habe nichts gemerkt. Ich hörte meine Assistenten nicht mehr. Die haben mir gesagt, dass sie versucht hätten, mich zu erreichen, mir zu helfen, weil sie sahen, dass etwas nicht stimmte", meinte der WM-Schiedsrichter von 2018. Das bestätigte auch Schiedsrichter-Verbandsboss Essam Abdel-Fatah: "Er war stark dehydriert. Das hat dazu geführt, dass er den Fokus verloren hat."
Dem Unparteiischen war es sogar so schlecht gegangen, dass er ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. "Sie haben es dort Hitzschlag genannt, aber es hätte viel schlimmer ausgehen können. Innerhalb von fünf Minuten hätte ich ins Koma fallen können, sagten sie mir dann im Krankenhaus. Ich hätte in einem Sarg liegen können", meinte Sikazwe.