Darum trägt Chrissy Teigens Sohn einen Helm

Bild: picturedesk.com
Liegt ein Baby immer in der selben Position, kann sich der Schädel verformen. Wie der Fall von Chrissy Teigens Sohn zeigt.

Chrissy Teigens Sohn trägt einen Helm. Der Grund: Miles Theodore Stephens leidet an Plagiozephalie, einer asymmetrischen Abflachung des Hinterkopfes. Hervorgerufen werden kann eine solche Deformierung durch die Lage des Säuglings: Zur Vorbeugung des Plötzlichen Kindstodes sollen Babys auf dem Rücken schlafen, damit liegt das Kind die meiste Zeit auf dem Hinterkopf und es kommt zu der genannten Abflachung. Dies kann aber auch an einer anderen Stelle des Kopfes passieren, wenn ein Baby diesen im Bettchen immer in dieselbe Richtung dreht.

Auftreten können die Schädelverformungen in den ersten sechs Lebensmonaten. In dieser Zeit ist der Schädelknochen der Kinder noch sehr weich und daher leicht verformbar. Geschätzt wird, dass zwischen fünf und zwölf Prozent aller Babys davon betroffen sind.

So wird eine Verformung behandelt

Eine Plagiozephalie schadet dem Baby nicht und hat auch keinen Einfluss auf die Entwicklung des Gehirns. Wird die Verformungen aber nicht behandelt, entstehen später nicht nur ästhetische Probleme, sondern es kann auch zu kieferorthopädischen Problemen, Augenveränderungen und einer Verzögerung in der psychomotorischen und kognitiven Entwicklung kommen. Die gängigsten Behandlungsmethoden von Plagiozephalie:

Im Falle einer nichtsynostotischen Ursache ist diese Therapiemethode üblich. Im Normalfall wird für die Dauer von zwei Monaten ein Helm zur Korrektur der Deformität empfohlen, der vom zu behandelnden Baby 23 Stunden am Tag getragen werden sollte, um eine optimale Wirkung zu erzielen.

Bei einer leichten lagebedingten Verformung des Schädels wird oft empfohlen, ein spezielles Babykopfkissen (Lochkissen) für die Lagerung im Schlaf zu verwenden. Diese Kopfkissen besitzen eine Kopfmulde die den Schädel des Babys, während des Schlafes in Rückenlage, stabilisiert. Ziel ist es, ein bereits abgeflachtes Hinterhaupt zu entlasten. In den ersten Lebenswochen kann neben einer klassischen Wechsellagerung mittels Handtuchrollen so ein Spezialkissen hilfreich sein.

Um Kopfverformungen auch bei Babys im ersten Lebensjahr oder in ausgeprägterer Asymmetrie effektiv zu korrigieren, kann mittels einer Seitenlagerungsschiene die prominente Hinterhauptseite belastet und die abgeflachte Kopfseite konsequent entlastet werden. Der Säugling wird während des Schlafs in Seitenlage stabilisiert, wodurch auch das Drehen in die risikobehaftete Bauchlage verhindert wird.

(Red)

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