Darum werden Handytarife und Internet jetzt teurer

Die Netzbetreiber A1, Drei und Magenta erhöhen im März viele ihrer Tarife.
Die Netzbetreiber A1, Drei und Magenta erhöhen im März viele ihrer Tarife.Getty Images/iStockphoto
Ab März müssen viele Österreicher mehr für ihren aktuellen Handy- und Internet-Tarif zahlen. A1, Drei und Magenta erhöhen die Kosten.

Zahlreiche Konsumentinnen und Konsumenten sind verärgert. Der Grund: Die Netzbetreiber A1, Drei und Magenta erhöhen im März viele ihrer Tarife. Betroffen sind Mobilfunk- und Internetverträge, berichtet "orf.at".

Statt 11,15 Euro erhöht Drei auf 13 Euro monatliches Grundentgelt und statt 19,90 Euro kostet die jährliche Servicepauschale für den Handytarif 27 Euro. Der Tarif von 26,91 Euro wird demnächst auf 29,50 Euro erhöht und statt 22 Euro muss man künftig 27 Euro jährliche Servicepauschale für den Internet-Tarif bezahlen.

"Schiefe Optik"

A1 führt für seine Discountmarke "bob" eine jährliche Servicepauschale von 25 Euro ein. Magenta löst die alten UPC-Verträge für Kabelinternet auf, die neue Grundgebühr wird im Monat um durchschnittlich drei Euro teurer.

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Für die Bundeswettbewerbsbehörde hat die gleichzeitigen Preiserhöhung eine "schiefe Optik". Man werde den Markt genau beobachten. Bereits vor fünf Jahren kam es zu einer zeitgleichen Tariferhöhungen der drei Netzbetreiber. Am 1. Mai 2016 erhöhten die drei großen Player am Mobilfunkmarkt die Servicepauschalen. Die Beschwerden ließen nicht lange auf sich warten.

Preissetzung den Unternehmen überlassen

Der Zeitpunkt für die Erhöhung könnte ein Hinweis auf Absprachen sein, für ein Verfahren hätten damals aber die Beweise gefehlt. Die momentan vorliegende Ankündigung der drei Mobilfunknetzbetreiber, sei ebenfalls zu wenig, um Ermittlungsschritte zu setzen, erklärt Theodor Thanner, Generaldirektor der Bundeswettbewerbsbehörde, gegenüber "orf.at".

Er kritisiert das Ausmaß der Erhöhungen. In einem Fall gebe es sogar eine Preissteigerung von 70 Prozent. Das mache zwar vor allem in der aktuellen Krise einen schlechten Eindruck, die Preissetzung sei aber den Unternehmen überlassen.

In allen Fällen bieten die Mobilfunker eine zeitlich befristete kostenlose Kündigung an, bei der auch keine Restentgelte für eine möglicherweise noch bestehende Mindestvertragsdauer anfallen. Wird dies nicht in Anspruch genommen, treten automatisch die neuen Tarife in Kraft.

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