Bildungsminister Heinz Faßmann hatte bis zuletzt gegen Schul-"Schließungen" gekämpft, jetzt sind sie fix. Von 17. November bis 7. Dezember stellen alle Schulen auf Distance-Learning um. Das gilt dabei:
Eltern können ihre Kinder auch im harten Lockdown zur "Betreuung und Lernbegleitung" in die Schule bringen. Das geht auch für einzelne Tage oder sogar Stunden, eine Voranmeldung ist nicht nötig. Für Lehrer gilt: Am heutigen Montag ist noch ein "normaler" Arbeitstag, nach einer "Bedarfserhebung" sollen nur die kommen müssen, die zur Betreuung notwendig sind.
Die Anwesenheitspflicht im Kindergarten ist ausgesetzt, bei Bedarf (an keine Voraussetzungen gebunden, Anm.) können Kinder aber weiter lokal betreut werden.
2.000 Master-Studenten sollen bei der Schülerbetreuung aushelfen, viele davon haben bereits in der Sommerschule gejobbt.
Fokussiert wird die "Vertiefung des bereits Gelernten", neuen Stoff soll es "nur in Maßen" geben, so Faßmann.
Leistungsüberprüfungen werden verschoben, die nötige Gesamtanzahl im Semester wird reduziert.
Über die Weihnachts-, Semester- und Osterferien werden Förderprogramme vor allem für "Schüler mit Lerndefiziten" angeboten, die Sommerschule wird ausgebaut.
Bisher wurden Schüler, soweit möglich, auseinandergehalten (kein Sitzplatzwechsel, keine Klassendurchmischung, etc.), jetzt befürchten Lehrer eine unkontrollierbare "Durchmischung", da völlig unklar ist, wann und wie viele Schüler tatsächlich kommen werden.
Verschärfte Hygieneregeln, NMS-Pflicht für alle über 10-Jährigen, FFP2-Masken für alle Lehrer und Schichtbetrieb sollen beim Neustart für Sicherheit sorgen.