Die Saison hat noch nicht einmal begonnen, schon hat die Premier League ihre erste Trainer-Entlassung. Dienstagabend trennte sich der englische Klub Wolverhampton Wanderers von Julen Lopetegui. Am Mittwoch wurde nun Gary O'Neil als sein Nachfolger vorgestellt.
Der 40-Jährige übernimmt die "Wolves" nur fünf Tage vor dem Kracher-Auftakt gegen Manchester United.
Was bedeutet das für ÖFB-Star Sasa Kalajdzic, der sich von einem Kreuzbandriss zurückgekämpft, erst vergangene Woche in der Vorbereitung sein Match-Comeback gefeiert hatte?
Mit O'Neil übernimmt der jüngste Wolverhampton-Trainer dieses Milleniums das Ruder. Der ehemalige West-Ham-Profi ließ bei seiner bisher einzigen Station als Chefcoach aber einen Fußball spielen, der auf der Insel mitunter als altmodisch bezeichnet wurde. Als Trainer von Bournemouth legte O'Neil Wert auf eine kompakte Defensive. Er hatte die "Cherries" in einer schwierigen Situation übernommen, stabilisieren können.
Dabei fand er auch einen Platz für Stoßstürmer Kiefer Moore, den 1,96-Meter-Hünen als Solospitze. Kalajdzic, der sogar zwei Meter misst, ist prädestiniert für diese Rolle. Neben ihm die flinken Arbeiter auf dem Flügel (Neto, Guedes, Podence, Hwang), in der Mitte der 26-jährige ÖFB-Legionär als Zielspieler – so könnten die Wolves unter ihrem neuen Coach in die Saison gehen. Der 24-Jährige Brasilianer Matheus Cunha und Portugal-Jungstar Fabio Silva (21) werden ihm Konkurrenz machen.
Der Ex-Admiraner muss im Spiel von O'Neil geduldig bleiben. Sein Bournemouth verteidigte tief, ließ die Gegner anlaufen und so teils entnervt und torlos zurück. Das bedeutet mitunter für die eigene Spitze: wenige Bälle, viel Defensivarbeit, mitunter wenige Möglichkeiten, selbst im gegnerischen Strafraum zu glänzen.