Das Bundesheer fasst nun 15 neue Helikopter aus

Drei gebrauchte Black Hawks und zwölf Mehrzweckhubschrauber werden gekauft. Kosten: ein "höherer dreistelliger Millionenbetrag".

Im "Katastrophenschutzpaket", das die ÖVP-FPÖ-Regierung heute, Mittwoch, im Ministerrat beschließen wird, steckt eine massive Aufrüstung des Bundesheeres.

Für einen „höheren dreistelligen Millionenbetrag" werden insgesamt 15 Helikopter angeschafft, wie es aus dem Verteidigungsministerium heißt.

Mit dem Geld aus diesem „Sonderinvestitionsbudget" soll die „Blackhawk"-Staffel um drei Hubschrauber von neun auf die vorgesehenen zwölf Stück aufgestockt werden. Gekauft werden gebrauchte Black Hawks.

Der Sikorsky-Helikopter gilt als vielseitiger Mehrzweckhubschrauber, der auch im Hochgebirge und bei schlechten Wetterbedingungen einsatztauglich ist. In Österreich halfen die US-Streitkräfte beim Lawinenunglück in Galtür 1999 mit „Blackhawks" aus.

Seit 50 Jahren im Einsatz

Neben den „Blackhawks" einigte sich die Regierung auch auf die Anschaffung von Nachfolgemodellen für die derzeit 21 „Alouette III"-Hubschrauber, die seit 1968 im Einsatz sind. Zwölf leichte Mehrzweck-Helis und dazu einige Schulungshubschrauber sollen im Rahmen des „Katastrophenschutzpakets" gekauft werden. Welches Modell gekauft wird, ist laut Verteidigungsministerium noch offen.

Keine Ersatzteile

Die alten „Alouettes" sind zwar noch Jahre flugtauglich. Probleme gibt es aber mit den Ersatzteilen, die langsam rar werden, weil kaum eine Armee diesen Helikopter noch einsetzt. Stationiert sind die Helikopter in Aigen im Ennstal. Mit dem Ankauf der Nachfolgemodelle dürfte auch der Stützpunkt in der Steiermark gesichert sein. Für Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ), der 2020 als FPÖ-Spitzenkandidat bei der steirischen Landtagswahl antreten wird, ein angenehmer Nebeneffekt.

"Es freut mich, als Verteidigungsminister gemeinsam mit der Bundesregierung das geschafft zu haben, wozu meine Vorgänger nicht in der Lage waren: Die dringende Aufstockung der 'Blackhawk'-Flotte sowie den Ersatz der veralteten ‚Alouette III' und damit die Absicherung des Standortes Aigen. Damit sind wir für die Katastrophenhilfe wesentlich gestärkt", freute sich Kunasek gegenüber der APA.

"Pinzgauer"-Nachfolger

Zusätzlich braucht das Bundesheer aber auch ein geländegängiges Fahrzeug als Nachfolger für die "Pinzgauer" sowie neue Lkw. Im Zuge der Sonderinvestition sollen nun laut Verteidigungsministerium 30 Millionen Euro für den Ankauf von Fahrzeugen zur Verfügung stehen.

(GP)

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Maria Theresia von ÖsterreichGood NewsPolitikBundesheer