Wie "Heute" berichtet, sollen auch Österreicher nun im Kriegsgebiet gegen russische Soldaten kämpfen.
Wie der Experte für humanitäres Völkerrecht Karl Edlinger im Gespräch mit dem "Ö1-Mittagsjournal" sagt, müssen Österreicher, die für die Ukraine in den Krieg ziehen, mit dem Verlust ihrer Staatsbürgerschaft rechnen. "Wenn österreichische Staatsbürger Österreich verlassen würden und für die ukrainischen Streitkräfte kämpfen, dann hat das aufgrund der Neutralitätsbestimmungen die Konsequenz, dass sie die Staatsbürgerschaft verlieren", so Edlinger.
Österreich ist als neutraler Staat laut Edlinger strenger als andere Staaten und zieht schneller Konsequenzen. Für Österreich als Staat selbst würde es hingegen keine Konsequenzen nach sich ziehen, wenn heimische Bürgerinnen und Bürger für eine fremde Armee in den Krieg ziehen. Bisher sind dem Verteidigungsministerium noch keine Zahlen darüber bekannt, wie viele Österreicher derzeit in der Ukraine kämpfen würden.
Im "Ö1-Morgenjournal" zeigte sich der deutsche Kämpfer Peter, der über österreichische Kollegen berichtete, entsetzt über die Zustände in den Übungslagern. Junge Männer ohne Kampferfahrung würden demnach derzeit als Kanonenfutter in der Ukraine sterben.
Mehr dazu >> So könnte Österreich seine Neutralität verlieren
"Das endet in einer Katastrophe", so Peter, der hoffe, dass die ukrainische Regierung von den Zuständen nichts wisse und "aufgerüttelt wird und diese Menschen nach Hause schickt". Er denke, die Ukraine sei nicht ein Land in der Dritten Welt, wo Kindersoldaten gewollt seien. Peter selbst sei "seit über zwölf Jahren vom Militär weg" und habe geglaubt, "dass das ein Kampf ist, den es sich lohnt zu kämpfen. Aber nicht, um als Kanonenfutter verheizt zu werden."