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Das forderte "Prügel-Opfer" Sane von Bayern-Bossen

Die Bayern haben nach dem Prügel-Eklat rund um Sadio Mane durchgegriffen, den Offensivspieler suspendiert. "Opfer" Leroy Sane hatte eine Forderung. 
Heute Redaktion
14.04.2023, 07:22
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Deutschlands Serienmeister kassierte am Dienstagabend eine deutliche 0:3-Abfuhr im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League, steht nun vor dem Aus. Die Schlagzeilen dominierte derweil allerdings das Kabinen-Gerangel zwischen Mane und Sane. 

Zur Erinnerung: Nachdem sich der deutsche Teamspieler in der 83. Minute wild gestikulierend bei Mane beschwerte, dass dieser ihn nicht anspielte, wurde der Ex-Liverpool-Star in der Kabine handgreiflich. Mane soll sich über die heftige Kritik seines Teamkollegen beschwert haben, versetzte dem Deutschen schließlich einen Schlag ins Gesicht, Mannschaftskollegen mussten eingreifen und beide trennen. Die Abreise vom Flughafen nach dem Rückflug erfolgte schließlich getrennt. 

Die Bayern-Bosse konnten den Faustschlag freilich so nicht stehen lassen, sprachen eine vorläufige Suspendierung gegen den 31-Jährigen aus. Mane muss am Samstag gegen Hoffenheim zuschauen. Darüber hinaus fasste der Senegalese eine Geldstrafe aus. Diese soll laut "Bild" im mittleren sechsstelligen Bereich liegen. 

Sane-Forderung an Bayern-Bosse

Dabei wurden durchaus auch strengere Sanktionen innerhalb der Bayern-Führung diskutiert. Dass es dazu nicht kam, soll auch Sane selbst zu verdanken sein. Dieser habe sich sofort gegen einen Mane-Rauswurf und für eine milde Bestrafung des 31-Jährigen ausgesprochen – mit Erfolg. Vor dem Training am Donnerstag kam es schließlich zur Aussprache bei Sportvorstand Hasan Salihamidzic und Trainer Thomas Tuchel, danach konnte Mane wieder lachen, bei Sane waren die Spuren der Rangelei ebenso nicht mehr zu sehen. 

Eine Rückkehr in den Kader ist schon im Champions-League-Rückspiel am Mittwoch gegen die Citizens denkbar, sofern Mane Reue zeigt.

Allerdings verdeutlicht der Kabinen-Krach die angespannte Situation bei den Münchnern, die ihre Titelchance im DFB-Pokal bereits verspielt haben, nun auch vor dem "Königsklassen"-Aus stehen. Auch Coach Tuchel konnte bisher die Trendwende nicht schaffen. Und nicht zuletzt steht auch Mane selbst gehörig unter Druck. Der Ex-Liverpooler wurde als Star-Verpflichtung gefeiert, diesem Ruf konnte er bisher aber nicht gerecht werden. Nach seiner Verletzung des Wasenbeinköpfchens, die ihm auch die WM-Teilnahme kostete, sucht der 31-Jährige weiterhin seine Form. Ein Abgang im Sommer ist bei einem passenden Angebot denkbar. Trotz eines noch bis 2025 laufenden Vertrags. 

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