Wien

Das Geheimnis der selbstlöschenden Ganoven-Handys

Modifizierte Handys lassen sich nicht knacken und zerstören sich bei Bedarf selbst.
Florian Horcicka
11.05.2020, 18:50

Unlängst stoppte die Polizei in Wien eine Drogenbande. In ihrem Auto lagen - wie berichtet - sogenannte Skyphones. Diese sind unknackbar, können sich selbst zerstören und sind der neue Technik-Hit im Mafia-Milieu. Immer öfter stoßen Beamte bei der Bekämpfung Organisierter Kriminalität auf Spezial-Handys. Denn internationale Syndikate schwören auf modifizierte iPhones, die keine Spuren hinterlassen

Anonymität kostet 1.800 Euro

Unter Bezeichnungen wie Skyphone, Skysecure oder SkyECC werden die Geräte im Internet angeboten. Bezahlt wird mit Bitcoins oder anderen Kryptowährungen. Kaufvertrag oder Simkarten-Registrierung gibt es keine – diese ist in einer mehreren tausend Euro teuren Miete inkludiert und völlig anonym. Die Preise starten bei 1.800 Euro.

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Oft sind Mikro und Kamera stillgelegt. Kommuniziert wird nur per Textnachrichten, die sich nach kurzer Zeit selbst löschen. Wer mit Waffen, Drogen oder Frauen handelt, wird diesen Service mutmaßlich zu schätzen wissen.

Löschung durch Zauberhand

Der Clou: Wird drei Mal der falsche Entsperrcode eingegeben – etwa von Polizeibehörden nach Verhaftungen – löscht sich der Inhalt des Telefons automatisch.

Herstellung, Vertrieb und Serverbetrieb der James-Bond-Handys laufen in Panama und niederländischen Karibik-Inseln. Auch diese sind hundertprozentig anonym.

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