Das kommt auf Barack Obama zu

Auch wenn fast keiner darüber sprechen will: Die USA gerät immer tiefer in die Krise. Egal, wer die Wahl gewinnt: Auf den US-Präsidenten kommt eine Menge undankbare Arbeit zu.

Auch wenn fast keiner darüber sprechen will: Die USA gerät immer tiefer in die Krise. Auf den wiedergewählten US-Präsidenten Barack Obama kommt eine Menge undankbare Arbeit zu.





+++ Die fahrende Festung des Präsidenten +++




Experten rechnen für das neue Jahr mit deutlich sinkenden Haushaltseinkommen und über 2 Millionen zusätzlichen Arbeitsplatzstreichungen. Das Ausmaß der gesetzlich vereinbarten Schuldenbremse („Fiscal Cliff“) könnte die Eurokrise locker in den Schatten stellen und die Wirtschaft der USA und damit auch die ganze Welt schnell in eine Rezession zurückwerfen.





Haushalt

Innenpolitisch steht bereits in den nächsten Wochen ein entscheidendes Ringen an: Sollten sich Demokraten und Republikaner nicht einigen, laufen im nächsten Jahr Steuererleichterungen aus, zudem treten Milliardeneinsparungen in Kraft



Arbeitsplätze

Allein in den vergangenen zwei Monaten wurden mehr als 62.000 Stellen gestrichen, für das Gesamtjahr 2012 geht man derzeit von insgesamt 158.000 Arbeitsplätzen aus, die dem Rotstift zum Opfer fallen. 12,1 Millionen Amerikaner sind derzeit ohne Job. Im Vergleich zum Vorjahr 2011 sind das rund 30.000 Stellen mehr. Der neue Präsident muss also Arbeitsplätze schaffen.



Staatsschulden

Die gigantischen Staatsschulden betragen rund 16 Billionen Dollar (12,5 Billionen Euro) – insbesondere verursacht durch die massiven Ausgaben für das Militär in den letzten Amtsperioden – und den drohenden „Fiscal Cliff“ am 1. Januar 2013. Der neue Präsident muss diese Schulden reduzieren.



Steuererhöhungen

Nach dem monatelangen Streit zwischen Demokraten und Republikanern über die Anhebung der Schuldengrenze wurde eine automatische Kürzung der Staatsausgaben vereinbart, sollten in der Zwischenzeit keine gemeinsamen Lösungen gefunden werden. Diese Lösungen blieben bislang aus, weshalb nun im schlimmsten Fall ab dem 1. Januar 2013 erhebliche Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen drohen.



Armut

Die Armut in den USA explodiert wegen der Wirtschaftskrise. Heute haben mehr als 75 Millionen US-Bürger zu wenig zu essen und sind auf Lebensmittelhilfe der Regierung angewiesen.
Außenpolitik

Der Krieg in Syrien hat den Nahost-Konflikt neu angeheizt. Die USA muss die Atommacht Iran in den Griff bekommen. Sollte der Iran nicht einlenken, rückt eine solche Aktion im nächsten Frühjahr in den Bereich des Möglichen. Die USA fürchten, in einen Waffengang mit hineingezogen zu werden. Der gesamte Nahe Osten würde in einen Hexenkessel verwandelt. Und in Afghanistan gilt es, den langatmigen Krieg zu beenden und den Iran ­davon abhalten, eine Atombombe zu bauen.



Auch im Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis besteht Handlungsbedarf. Präsident Barack Obama hatte den Nahost-Friedensprozess zwar zur Chefsache erklärt, doch nicht zuletzt sein angespanntes Verhältnis zu Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verhinderte mögliche Fortschritte.

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