Ein eigentlich zur Ausmusterung vorgesehenes Kampfflugzeug spielt eine zentrale Rolle im aktuellen Konflikt mit dem Iran: Die A-10 Warthog ist laut dem US-Militär derzeit in der Straße von Hormus im Kampfeinsatz.
"Die A-10 Warthog ist derzeit an der Südflanke im Einsatz und jagt und vernichtet schnelle Angriffsboote in der Straße von Hormus", erklärte Dan Caine, Vorsitzender des Vereinten Generalstabs der USA, auf einer Pressekonferenz im Pentagon.
Wie Focus.de berichtet, bekommt das Flugzeug, das ursprünglich noch in diesem Jahr außer Dienst gestellt werden sollte, damit eine neue strategische Bedeutung.
Die zweimotorige A-10 mit dem offiziellen Spitznamen Thunderbolt wurde bereits 1976 in Dienst gestellt. Die Piloten nennen sie liebevoll Warthog - zu Deutsch Warzenschwein. Einen Namen machte sich das Waffensystem vor allem durch die Einsätze im Golfkrieg 1991 sowie später in Afghanistan.
Besonders markant ist das aus Filmen bekannte Geräusch der siebenläufigen 30-Millimeter-Gatling-Kanone. Daneben kann das Kampfflugzeug Raketen, gelenkte und ungelenkte Bomben sowie lasergesteuerte Munition tragen.
Die Konstruktion der A-10 gilt als besonders robust: Während des Golfkriegs lag die Einsatzbereitschaft bei über 95 Prozent. Die Maschinen sind stark gepanzert, der Pilot ist durch Titan geschützt, und selbst bei Ausfall eines Triebwerks oder Teilen der Tragflächen bleibt die A-10 flugfähig.
Trotz dieser Fähigkeiten plante die US-Luftwaffe, das Modell aus Kostengründen auszumustern. Langfristig soll die F-35 die Aufgaben übernehmen. Widerstand gegen diese Planung regt sich seit geraumer Zeit im US-Kongress. Dan Caine kündigte unterdessen weitere Einsätze an.