Das machte Vizekanzler Mitterlehner im Waxing-Studio

Waxing und Intim-Enthaarung im Schaufenster eines Wiener Salons? Das wollte sich Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) genauer ansehen. Ein Wiener Beauty Salon bot die Leistungen in der Geschäftsauslage an, weil das Arbeitsinspektorat es so fordere - aber nur als Social-Media-Spott. Salon-Besitzerin und ehemalige "Miss Earth Austria" Katia Wagner postete die Ankündigung nach einem Besuch der Behörde - der Wirbel war perfekt.

Das wollte sich Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) genauer ansehen. Ein Wiener Beauty Salon bot die Leistungen in der Geschäftsauslage an, weil das Arbeitsinspektorat es so fordere - aber nur als Social-Media-Spott. Salon-Besitzerin und ehemalige "Miss Earth Austria" Katia Wagner postete die Ankündigung nach einem Besuch der Behörde - der Wirbel war perfekt.

Mitarbeiter des Arbeitsinspektorats bemängelten vor einiger Zeit offenbar, dass in den Behandlungsräumen, in denen Intimhaarentfernung mit Wachsstreifen durchgeführt werden, kein "Sichtkontakt ins Freie" bestehe. Darauf konterte die Betreiberin der "Beauty Bar" in der Postgasse: "Ich meinte zwar bisher, dass bei der Intim-Enthaarung ein diskreter Behandlungsraum ohne Zuschauer im Interesse unserer Kunden sei, aber Sie wissen es offenbar besser", schrieb sie. Als "Drohung" gab sie an, Kunden in der Auslage waxen zu wollen.

Am Mittwoch kam schließlich der Vizekanzler und Wirtschaftsminister zum Lokalaugenschein. Vor Ort bemängelte er die exzessiven Auflagen für Geschäftslokale und forderte eine Überarbeitung des Arbeitsinspektionsgesetzes. "Wir brauchen moderne Regelungen mit Hausverstand. Unser Ziel: Motivierte Unternehmerinnen und Unternehmer bei der Realisierung ihrer Ideen unterstützen", so Mitterlehner. Wagner bietet indes das Waxing weiter in Kojen an und will notfalls vors Höchstgericht ziehen.

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