"Das oberste Gebot": 30 Meter Plakat prangt am Steffl

Ein überdimensionales Supermarkt-Plakat verdeckt die Sanierungsarbeiten am Südturm des Stephansdoms. Die Einnahmen werden für die Arbeiten verwendet.

Über dieses Billa-Plakat regt sich niemand auf: Seit Anfang des Monats prangt am Turm des Wiener Stephansdom ein 30 Meter hohes Werbesujet der Supermarktkette. "Das oberste Gebot: Qualität", lautet der Slogan an den heiligen Wänden. Beworben werden regionale Produkte. Das Plakat prangt auf einem Baugerüst, darunter sanieren Arbeiter den Stephansdom. "Wir nützen die Gerüste am Dom schon lange für Werbung", erklärt Dompfarrer Toni Faber. "Der damit verdiente Betrag wird für die Dom-Sanierung verwendet, kommt der Dombauhütte zugute." Die Sujets wechseln – falls nicht verlängert wird – im Monatstakt. 

Südturm wird saniert

Derzeit gibt es bei der Restaurierung laut Dompfarre zwei Schwerpunkte: Den Südturm, an dem das Plakat befestigt wurde, die Südfassade im Bereich des Langhauses und das Singertor. Darüber hinaus werden am und im Dom kleinere Restaurierungs- bzw. Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt, wie die Restaurierung von Grabinschriften (Epitaphen), Ausbesserungsarbeiten am Dach und die laufende Kontrolle der Steinsubstanz. 

Erst vor kurzem gab es Aufregung um Billa-Plakate in Wien gegen das Behindertenorganisationen und sogar Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) Sturm liefen.

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