Ein Videoclip (siehe unten) aus einer Homeschooling-Einheit in Niederösterreich hatte am Dienstag für Diskussionen gesorgt. Ein Lehrer war von einem Schüler darauf hingewiesen worden, dass er stumm geschaltet worden war. Der Ingenieur legte los: "Wenn mich einer auf stumm schaltet,... wenn das noch einmal passiert – und ich werd' das nachverfolgen – der ist aus dem Team draußen und kommt nie wieder hinein! Und der kann sich seine Note und seine Schulkarriere aufzeichnen! Mich schaltet keiner stumm!"
Nach einer kurze Pause kam es zum unrühmlichen Finale: Der Lehrer nannte die Schüler "Arschlöcher", "Idioten", drohte mit Fünfern und gar nichts mehr zu erklären – mehr dazu liest du hier.
Der Direktor der Schule erklärte noch am Dienstagabend: "Er ist ein sehr guter, engagierter Lehrer. Zudem war die Sequenz unglücklich. Die Schüler haben davor provoziert. Der Lehrer hat mit der Klasse geredet, hat sich entschuldigt und damit war es das hoffentlich. Und immerhin stellt das Mitschneiden eine Straftat dar. Aber wir verzichten auf eine Anzeige." Doch der Bildungsdirektor kannte kein Pardon und kündigte kurz darauf Konsequenzen an ("Heute" berichtete).
Bildungsdirektor Johann Heuras am Mittwoch zu "Heute": "Jetzt sind die Juristen am Zug." Was genau dem Lehrer passiert, sickerte aber bereits durch: "Es wird in Richtung Versetzung laufen. Ich denke nicht, dass er gekündigt wird", so ein Insider, der mit dem Beamtendienstrecht bestens betraut ist.
Im Internet und auf heute.at sorgte das Video für geteilte Meinungen: Von Verständnis für den Auszucker des Lehrers bis hin zu "geht einfach nicht". Was denkst du darüber?