Das passiert, wenn du nicht zum Corona-Massentest gehst

Corona-Teststraße beim Wiener Ernst-Happel-Stadion am 17. August 2020.
Corona-Teststraße beim Wiener Ernst-Happel-Stadion am 17. August 2020.picturedesk.com/Eyevine/Xinhua
Im Dezember beginnen Massentestungen aus Österreich. So viele Menschen wie möglich sollen sich einem Corona-Test unterziehen.

Nach dem Lockdown starten in Österreich die Massentestungen, um symptomfreie Corona-Infizierte zu erkennen, die sich danach in Quarantäne begeben sollen. Damit soll das Infektionsgeschehen eingedämmt werden. Das wird auch schon bald konkret. Die Bundeshauptstadt Wien will sogar noch vor den Massentests der Bundesregierung unter den Lehrern, Kindergärtnern und Polizisten mit ihren eigenen Tests quer durch die Bevölkerung starten. Das Mega-Vorhaben soll konkret zwischen 2. und 13. Dezember über die Bühne gebracht werden.

Und wenn man sich weigert?

Doch eine Frage stellen sich derzeit viele Menschen: Was passiert, wenn man nicht an den Massentestungen teilnimmt? Eigentlich nichts, denn Österreich zwingt seine Bürger, im Gegensatz zu anderen Ländern mit massig Testungen, nicht dazu. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Gesundheitsminister Rudi Anschober (Grüne) betonen immer wieder die Freiwilligkeit.

Im Sinne der Aktion ist es aber, dass so viele Menschen wie möglich mitmachen. Denn: Die Corona-Dunkelziffer dürfte noch viel höher als angenommen ausfallen. Laut ersten Zwischenergebnissen der aktuellen landesweiten Covid-19 Prävalenzstudie, die die Statistik Austria im Auftrag des Bildungsministeriums und in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz sowie der Medizinischen Universität Wien durchführt, wissen viele gar nicht, dass sie Corona haben.

Demnach liegt die Prävalenz, die Krankheitshäufigkeit, von Corona-Infektionen derzeit bei 3,1 Prozent. Hochgerechnet ergibt sich eine Gesamtzahl der Infektionen von 12. bis 14. November von 228.000 in Privathaushalten lebenden Bürgern ab 16 Jahren. Mehr dazu hier >>

So laufen die Tests ab

Die drei Teststraßen in Wien sollen in der Messe Wien, in der Marx-Halle und in der Stadthalle eingerichtet werden. Sie laufen zusätzlich zu den bestehenden Teststraßen im Prater beim Happel-Stadion und auf der Donauinsel bei der Floridsdorfer Brücke. Insgesamt werden so zusätzlich 300 Walk-In-Lanes geschaffen, von denen jede 500 Personen pro Tag betreuen kann. "Das entspricht 50 mal den Kapazitäten der jetzigen Teststraße beim Stadion", führt Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) aus. Damit komme die Stadt Wien auf eine Gesamtkapazität von 150.000 Tests pro Tag.

Früh dran kommen sollen auch Tirol und Vorarlberg. Der Grund seien hier die höheren Infektionszahlen. "Meine große Bitte an die Bevölkerung ist, sich daran zu beteiligen", so Kanzler Kurz. Mit nur wenigen Minuten Zeiteinsatz könne jeder einen "großen Beitrag" leisten.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-AccountCreated with Sketch. red TimeCreated with Sketch.| Akt:
CoronavirusÖsterreichWien

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen