Am Mittwoch flatterte am Verteilerkreis das schriftliche Angebot des georgischen Luxusunternehmens ein. Dies wurde am Donnerstag öffentlich. Insignia wollte doch bei der Austria einsteigen. Insgesamt stand ein Paket von 25 Millionen Euro im Raum. Dafür müssten unter anderem Vorstand Gerhard Krisch und Sportdirektor Manuel Ortlechner abtreten, die "Veilchen" außerdem ein Mitglied einer Königsfamilie aus dem Nahen Osten zum Ehrenpräsidenten ernennen.
Das skurrile Angebot sorgte am Verteilerkreis allerdings bloß für Kopfschütteln. Schließlich erreichte das Offert deutlich nach der Deadline am vergangenen Freitag die Wiener. "Es war mit allen potenziellen Investoren ganz eindeutig abgestimmt und in vollem Umfang definiert, welche formalen und zeitlichen Anforderungen und Termine für die Abgabe eines Angebots zu beachten und einzuhalten sind. Das war auch der Insignia Group bekannt", erklärte Krisch in einer Stellungnahme.
"Es wundert mich daher, dass nach dem Ablauf der bekannten Angebotsfrist noch ein Angebot von Insignia eingelangt ist und dieses Schreiben in den Medien auftaucht ist. Bis zum offiziellen Ablauf der Angebotsfrist haben wir, wie bereits am vergangenen Sonntag erwähnt, kein Angebot von Insignia erhalten", unterstrich der violette Finanzvorstand. Deshalb stand das georgische Unternehmen bei der entscheidenden Verwaltungsratssitzung am Montagabend auch nicht zur Diskussion.
Der finanziell schwer angeschlagene Klub untermauerte die Entscheidung des Verwaltungsrats für die "Viola Investment GmbH" rund um den ehemaligen LASK-Vizepräsidenten Jürgen Werner sowie den Austria-Boss Frank Hensel und den Vizepräsidenten Raimund Harreither. Nun würden Detailverhandlungen mit diesem Investor stattfinden. "Dieser Beschluss ist gefasst und der Prozess ist damit abgeschlossen", so Krisch.
Damit wird neuerlich deutlich, dass die Zeichen zwischen der Austria und Insignia auf Trennung stehen. "Ob Insignia 2,5 Millionen Euro in die Marketing-GmbH einzahlen möchte, ist ihre Entscheidung", so der violette AG-Boss weiter. Damit würde zumindest erstmals ein größerer Geldbetrag über die Vermarkungs-Gesellschaft in Richtung der "Veilchen" fließen.
Im Jänner haben beide Seiten die Möglichkeit, die strategische Partnerschaft aufzukündigen.