Das sind die günstigsten Skigebiete Europas

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Die Automobilklubs ÖAMTC und ADAC haben die 24 beliebtesten Wintersportorte Europas einem Kosten-Vergleich unterzogen. Ellmau in Tirol ist der günstige Skiort Österreichs, im internationalen Vergleich sind Polen und Tschechien jeweils ein Paradies für Schnäppchenjäger.

Skivergnügen im Winterurlaub ist eine teure Angelegenheit. Nicht nur die Skipasspreise und Hotelkosten gehen ins Geld. Auch die Preise für Zubehör, Mahlzeiten und Pflegeprodukte wie Sonnencreme sind vor Ort häufig um vieles höher als in der Heimatregion. Daher hat ÖAMTC in Zusammenhang mit dem deutschen Partnerclub ADAC das Augenmerk auf vermeintliche Kleinigkeiten gelegt und einen Warenkorb als Vergleichsinstanz erstellt.

Die Auswahl orientiert sich an den Bedürfnissen eines erwachsenen Schifahrers. Die Produkte sind eingeteilt in die Kategorien "Aktivitäten" (zum Beispiel Schikurs), "Verleih" (Schiverleih, Langlaufausrüstung), "Gastronomie" (Mittagessen auf der Hütte oder Abendessen im Ort), "Tagesbedarf" (Sonnencreme, Schokoriegel und ähnliches) sowie "Zubehör" (zum Beispiel Schibrille). Die Preise für ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung wurden in bis zu fünf verschiedenen Einkaufsstätten ermittelt.

"Am meisten geschont wird die Geldbörse in Tschechien und Polen. Die Schweiz ist mit Abstand am teuersten", fasst ÖAMTC-Touristikerin Silvie Bergant die Testergebnisse zusammen. Insgesamt wurden 24 Wintersportorte in sieben Ländern getestet. "Der günstigste Wintersportort in Österreich ist Ellmau in Tirol. Als einziger von insgesamt acht getesteten österreichischen Schiorten wurde Ellmau mit dem Prädikat 'sehr günstig' ausgezeichnet", weiß die ÖAMTC-Reiseexpertin.

Ellmau günstig, Ischgl und Lech teure Pflaster

Der durchschnittliche Preis für den Warenkorb mit den 31 getesteten Produkten kommt hier auf 327,28 Euro. Europaweit liegt Ellmau auf den guten sechsten Platz. Als "günstig" beurteilt wurde Mayrhofen/Tirol (356,83 Euro), eine "durchschnittliche" Bewertung bei den Produktpreisen bekommen Saalbach/Salzburg (378,97), Obertauern/Salzburg (381,09 Euro), Schladming/Steiermark (396,72 Euro) und Kitzbühel/Tirol (401,30 Euro), während Ischgl/Tirol (446,42 Euro) und Lech/Vorarlberg (486,39 Euro) im ÖAMTC-Test mit "sehr teuer" abgeschnitten haben.    

Für den Schiverleih muss man zum Beispiel in Ischgl im Schnitt satte 27 Euro pro Tag hinblättern, in Lech 25 Euro, während in Ellmau der Schiverleih mit durchschnittlichen 15 Euro pro Tag ein richtiges Schnäppchen ist. Speisen sind hierzulande einigermaßen günstig, aber Getränke nicht. So liegt der durchschnittliche Preis für einen Cappuccino in Österreich bei 3,02 Euro. Die Spanne erstreckt sich dabei von 2,58 Euro für den Cappuccino in Ellmau bis hin zu mehr als 3,60 Euro in Ischgl und Lech.

"Ein positives Ergebnis ist bei den Produkten des Tagesbedarfs – etwa Sonnencreme, Lippenpflege oder Schokoriegel – hervorzuheben. Trotz prinzipiell hohen Preisniveaus in Lech sind diese Produkte dort so günstig wie ansonsten nur in den beiden osteuropäischen Testländern Polen und Tschechien", erklärt die ÖAMTC-Expertin. 

In Tschechien ist Winterurlaub am günstigsten

"Testsieger ist das tschechische Spindlermühle im Riesengebirge, das mit einem Warenkorb von 224,97 Euro mehr als die Hälfte günstiger ist als der Testverlierer", so die ÖAMTC-Expertin. Auf den Rängen folgen Zakopane/Polen, Oberwiesenthal/Deutschland, Bayrischzell/Deutschland und Oberstdorf/Deutschland. Testverlierer und somit teuerster Ort bei den Urlaubsnebenkosten im Europa-Vergleich ist Zermatt in der Schweiz. Der Warenkorb mit den 31 getesteten Produkten kommt hier auf sage und schreibe 571,04 Euro. Über alle Test-Orte hinweg kostete der Warenkorb durchschnittlich 387,50 Euro. 

Insbesondere der Einkehrschwung gestaltet sich oft teuer, vor allem in Frankreich und in der Schweiz. Die Tester trafen in diesen Ländern auf Preiswucher wie zum Beispiel Spaghetti in Zermatt/Schweiz um mehr als 18 Euro oder eine Portion Pommes Frites um 8,50 Euro in Chamonix/Frankreich. Österreich zählt mit durchschnittlich 8,58 Euro für die Spaghetti zwar nicht unbedingt zu den Diskontern unter den Wintersportländern, findet sich jedoch im oberen Mittelfeld wieder. Am günstigsten speist man in Tschechien und Polen: Zwischen vier und sechs Euro kostet in diesen Ländern das Pastavergnügen. 

Die wichtigsten Spar-Tipps

Mit einigen Maßnahmen kann die Urlaubskasse geschont werden. Die Wintersportausrüstung sollte vor Reiseantritt komplett und intakt sein, um nicht Notkäufe in teuren Shops vor Ort tätigen zu müssen. Auch Pflegeprodukte wie Sonnencreme und Lippenbalsam sollten schon im Gepäck sein. Wer die Skisachen ausleihen will, sollte sich vorher nach Online-Rabatten oder Setpreisen erkundigen. Proviant wie etwa Schokoriegel, Wasser oder Kekse sollten bereits im Tal gekauft werden. In sehr vielen Schigebieten werden auch Gästekarten angeboten, die zum Beispiel Rabatte für Pferdeschlittenfahrten oder für den Eintritt ins Schwimmbad enthalten können.

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