Neues Millionen-Projekt

Das soll sich bald für Zehntausende Öffi-Fahrer ändern

Öffi-Revolution in Linz: Endlich gibt es eine Einigung über die Finanzierung der neuen Stadtbahn. Ende 2027 soll es nun losgehen. Die Details.

Die Linzer Stadtbahn soll ab Ende 2027 oder Anfang 2028 gebaut werden.
Die Linzer Stadtbahn soll ab Ende 2027 oder Anfang 2028 gebaut werden.
Land OÖ
Peter Reidinger

Lange wurde (öffentlich) gestritten, nun ist die Linzer Stadtbahn endlich auf Schiene. Sichtlich erleichtert über die Einigung präsentierten LH Thomas Stelzer (ÖVP), der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ), Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FPÖ) und der Linzer Verkehrsreferent Martin Hajart (ÖVP) das Paket.

Die Eckdaten: Das Projekt ist 667 Millionen Euro schwer, die Hälfte davon soll der Bund bezahlen. Von der zweiten Hälfte zahlt das Land 42,5 Prozent und Linz 7,5 Prozent (gedeckelt bei max. 50 Millionen Euro). Baustart soll Ende 2027 oder Anfang 2028 sein. Die neue Stadtbahn soll vor allem Pendler (40.000 aus dem Mühlviertel, 109.000 täglich gesamt) ins Zentrum bringt. Von dort bringt ein neues O-Bus-System die Ankommenden in die verschiedenen Stadtteile.

"Linz ist eine der pendlerintensivsten Städte überhaupt", betonte LH Stelzer gleich zu Beginn, er sprach von einem "Jahrhundertprojekt". "Es ist wichtig, dass wir dieses Schienenmittel bekommen". Entscheidend sei die Einbindung der Mühlkreisbahn. In Urfahr soll es dann beim Gasthof Lindbauer einen neuen Nahverkehrsknoten geben. Dieser soll "ordentlich und schön" gestaltet werden", so Stelzer. 

Die geplanten Routen der neuen Stadtbahn.
Die geplanten Routen der neuen Stadtbahn.
Schiene OÖ

"Die Ministerin wurde über die Einigung bereits informiert", so der LH weiter. Man zeige, dass man Verantwortung übernehme, jetzt brauche man nur noch die Zusage vom Bund. "Dann soll es im wahrsten Sinne zügig vorangehen". Steinkellner betonte auch die Herausforderungen, die das Projekt mit sich bringe: "Wir fahren durch stark besiedeltes Gebiet". Man müsse viel Aufklärungsarbeit bei der Bevölkerung leisten. "Ich bin sehr froh, dass diese Finanzeinigung jetzt zustande gekommen ist", meinte auch Steinkellner, der seinen Mitarbeitern dankte, die "rund um die Uhr", gearbeitet hätten. 

Der weitere Fahrplan

  • Beschluss im Landtag
  • Beschluss im Gemeinderat (voraussichtlich im März)
  • Beschluss der Finanzierung im Nationalrat
  • Einreichplanung

Nächster Schritt: Beschluss im Landtag, dann eine 15a-Vereinbarung mit Bund. Alleine die Planung belief sich auf 26 Millionen Euro. "Wir brauchen einen Nationalratsbeschluss". "Bin zuversichtlich, dass wir auch in Wien einen einstimmigen Beschluss schaffen". "Wir müssen alle zusammenstehen". "Müssen diese Probleme gemeinsam lösen".

Öffis werden "massiv verbessert"

Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) meinte, die Öffis würden durch das Projekt "massiv verbessert" werden. Andere Regionen seien beim Pendlerverkehr aus dem Umland schon besser aufgestellt. Die Stadtbahn sei nun ein "klares Bekenntnis, an dieser Schwäche zu arbeiten und diese zu beseitigen". Die Politik habe den Ausbau auch nötig, um die Glaubwürdigkeit wieder herzustellen. "Wir wissen, worum es bei den Herausforderungen geht und dass wir das nur gemeinsam stemmen können". 

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Martin Hajart, Klaus Luger, Thomas Stelzer und Günther Steinkellner präsentierten die neue Stadtbahn am Montag im Steinernen Saal des Linzer Landhauses.
"Heute"

LH Stelzer sagte zum Zeitplan: "Ich gehe davon aus, dass das, was wir mit dem Bund ausgemacht haben hält". Die Legislaturperiode laufe noch ein knappes Jahr, es sei also genügend Zeit. "Selbstverständlich ist das finanzierbar", so Luger über den Anteil der Stadt Linz. Der Linzer Gemeinderat will den Beschluss im März fassen.

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