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"Das Tor zur Hölle" – so gruselig ist der neue "Tatort"

Im neuen "Tatort" untersuchen Moritz Eisner und Bibi Fellner den Tod eines katholischen Priesters und bekommen es dabei mit okkulten Kräften zu tun.

Stefanie Riegler
Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser ermitteln wieder. Die Dreharbeiten fanden diesmal auch im Stephansdom statt.
Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser ermitteln wieder. Die Dreharbeiten fanden diesmal auch im Stephansdom statt.
ORF/Film 27/Hubert Mican

Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser ermitteln wieder: Der neue "Tatort" mit dem Titel "Das Tor zur Hölle" feiert am 2. Oktober um 20.15 Uhr auf ORF 2 seine Premiere. Darin untersuchen Moritz Eisner und Bibi Fellner den Tod eines katholischen Priesters, der ein Amulett mit Satanssymbol bei sich trug.

Es handelt sich diesmal um einen außergewöhnlichen Fall für das beliebte Ermittler-Team. Okkulte Kräfte, Exorzismus und übernatürliche Phänomene stehen bei diesem "Tatort" im Mittelpunkt.

Krassnitzer: "Hat tierisch Spaß gemacht"

"Wir wollten uns endlich mal ein bisschen gruseln", lacht Adele Neuhauser im "Heute"-Interview. "Durch dieses Thema sind wir auch an Plätze gekommen, die schon sehr speziell waren. Und Kollegin Maresi (Anm. Riegner) hat so fantastisch gespielt, dass ich jetzt noch Gänsehaut bekomme."

Tatsächlich enthält der neue Krimi mehrere Elemente, die man sonst nur aus Horror-Filmen kennt. "Uns hat es tierisch Spaß gemacht. Erstens, weil es so genreübergreifend ist, zweitens weil wir glauben, dass es sehr zu dieser Stadt passt und drittens, weil es schon ein sehr langer Wunsch war, dass man mal in diese Richtung etwas macht", betont Harald Krassnitzer.

Düringer gibt "Tatort"-Debüt

Schnell ins Visier der Ermittlungen gerät Kabarettist und Schauspieler Roland Düringer, der erstmals für einen "Tatort" vor der Kamera stand und diesmal als ehemaliger Zuhälter und Teufelskult-Insider glänzt.

"Er ist eigentlich ein armer Mensch, der mit der Realität nicht zu Rande kommt und seine eigene Welt baut, die er sehr gut erklären kann. Aber er ist nicht wirklich lebensfähig. Durch sein Äußeres und seine Aussagen ist so jemand recht schnell verdächtig", so Düringer über seine Rolle.

Gedreht wurde im Sommer 2021 in Wien und Niederösterreich. Einige Szenen sind dabei im Stephansdom entstanden. "Die Kirche ist uns da sehr entgegengekommen, weil wir in Räumlichkeiten kamen, wo man als Normalsterblicher sonst gar nicht hin kann. Und das ist ein schon ganz anderes Erlebnis, den Dom von dieser Seite zu sehen", meint Krassnitzer.

Neuhauser: "Das ist mir nicht fremd"

Vor allem Adele Neuhauser hat sich persönlich in ihrem Leben schon öfter mit übernatürlichen oder okkulten Phänomenen beschäftigt: "Es ist mir nicht fremd. Als ich die Gelegenheit bekam, Mephisto zu spielen, habe ich mich viel mit Satanismus und Schamanismus befasst. Und das, was Bibi Fellner an Affinität und Ängsten entwickelt, ist mir sehr vertraut. Man muss schon aufpassen. Die Geister, die man ruft, wird man nicht mehr los. Man kann es nicht ausschließen. Es werden ja heutzutage immer noch Austreibungen praktiziert."

"Heute"-Redakteurin Stefanie Riegler mit Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser
"Heute"-Redakteurin Stefanie Riegler mit Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser
Heute

Ihr Kollege Harald Krassnitzer sieht das etwas nüchterner. Er glaubt eher an das Weltliche und an die realen Dinge: "Es gibt schon Momente, wo wir eine Magie verspüren, aber ich glaube, das hat eher mit Sympathie und großer Vertrautheit zu tun. Ich finde es aber spannend und faszinierend, wie kleine Dinge uns in Schrecken versetzen können und wie sehr dieses Bild von Himmel und Hölle in uns verankert ist."

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    Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) untersuchen im neuen "Tatort" den Tod eines katholischen Priesters.
    Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) untersuchen im neuen "Tatort" den Tod eines katholischen Priesters.
    ORF/Film 27/Hubert Mican