Bereits im Dezember 2020 wählten die Bundesliga-Trainer den damaligen Bayern-Legionär zu Österreichs Fußballer des Jahres. Pandemie-bedingt konnte dem nunmehrigen Abwehrchef von Real Madrid die Trophäe noch nicht überreicht werden.
Dies wird nun vor dem vorletzten ÖFB-Heimspiel in der WM-Qualifikation gegen Israel (Freitag, 20.45 Uhr) nachgeholt. Allerdings vor einer alles anderen als würdigen Kulisse. Im Vorverkauf waren lediglich 3.000 Tickets abgesetzt. Im Wörthersee-Stadion droht Geisterspiel-Atmosphäre.
Alabas Stimmung kann dies trotzdem nicht drücken. Der 29-Jährige zeigte sich von der bevorstehenden Ehrung erfreut. "Das überrascht mich, damit hab ich nicht gerechnet", war der Real-Star sprachlos, fügte aber hinzu: "Das ist etwas Schönes, etwas wirklich Besonderes."
Auf dem Feld werden dann keine Freundlichkeiten ausgetauscht. Die ÖFB-Teamkicker haben für das Duell mit Willi Ruttensteiners Israelis bereits Wiedergutmachung angekündigt. "Wir wollen gewinnen, das ist unser oberstes Ziel. Dafür müssen wir unsere Chancen nützen. In Israel haben wir noch viele Möglichkeiten ausgelassen. Und wir müssen defensiv kompakter stehen, um die drei Punkte mitzunehmen", führte der Real-Abwehrchef aus.
Im Nationalteam wird der 29-Jährige wohl auf der linken Abwehrseite auflaufen. Der Heimsieg gegen Israel soll der erste Schritt aus der Krise sein. "Wir haben schon Höhen und Tiefen miterlebt. Dass solche Situationen dazugehören, ist kein Geheimnis. Wir wollen daran arbeiten, dass wir in die Spur kommen, dorthin, wo wir auch hingehören."
Alaba hat - wie der gesamte ÖFB-Teamkader - noch keine WM bestritten. "Es ist ein Traum, sich zu qualifizieren, ein Riesenziel, das in Erfüllung gehen würde. Keiner von uns hat eine WM gespielt", zeigte sich der Real-Star topmotivviert.
Deshalb laufen bereits die Vorbereitungen auf das Play-off im März. "Bis dahin ist noch ein bisschen Zeit. Aber wir sind positiv gestimmt."