Seit knapp drei Wochen ist die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) nun in Kraft und bei der Datenschutzbehörde türmt sich der Beschwerdeberg.
Mehr als 80 Beschwerden, darunter 62 nationale und 19 internationale, sind seit 25. Mai eingegangen, Verfahren wurden eingeleitet. Vielfach dreht es sich um erzwungene Zustimmungen etwa zur Weitergabe von Daten, falls man einen entsprechenden Dienst weiter nutzen will.
Datenschutz-Aktivist Max Schrems hatte ja genau diesen Punkt bei Facebook, Twitter und Co. stark kritisiert und auch dagegen geklagt.
Andrea Jelinek, Leiterin der Datenschutzbehörde, führt im "Ö1 Morgenjournal" den starken Anstieg an Beschwerden aber nicht auf die neue DSGVO, sondern das gestiegene Bewusstsein für Datenschutz zurück.
Bislang haben sich zudem schon fast 4.000 Unternehmen und öffentliche Stellen gemeldet, die nun über einen eigenen Datenschutzbeauftragten verfügen.
Übrigens: Falls ein Unternehmen sich weigern sollte, Ihre Daten zu löschen, kann dies nun auch bei der Datenschutzbehörde gemeldet werden. Diese kann nun auch bei Beschwerden von Privatpersonen rechtliche Schritte einleiten – abgestraft wurde aber bislang noch niemand. Zuvor konnte die Behörde nur mediativ vermitteln. (reed)