Dating-Seite stiftet junge Frauen zur Prostitution an

Die Dating-Plattform "RichMeetBeautiful" steht unter Kritik.
Die Dating-Plattform "RichMeetBeautiful" steht unter Kritik.Bild: Twitter

Die Dating-Seite "RichMeetBeautiful" spricht mit ihrer Werbung gezielt junge Frauen an, die an "Sugar Daddys" vermittelt werden sollen.

"Hey Studentinnen! 0,- für Studiengebühren? Date einen Sugar-Daddy" - unter anderem mit diesem Slogan wirbt die Dating-Plattform "RichMeetBeautiful", die von einem norwegischen Unternehmen betrieben wird, um Kundinnen.

Ein Ableger des Datingportals ging nun vor einigen Wochen in Belgien online. Am Wochenende startete in Brüssel deshalb eine Werbekampagne mit Plakaten auf Lastwagen, die gezielt vor der Freien Universität eingesetzt wurden. Auf den Postern zu sehen ist das Dekollete einer jungen Frau, daneben heißt es: "Hey Studentinnen! Verbessert euren Lebensstil, geht mit einem 'Sugardaddy' aus."

Den sogenannten "Sugar Babys" werden auf der Dating-Website teure Reisen und Shopping-Touren versprochen, während sich "Sugar Daddys" laut "RichMeetBeautiful" auf eine Auswahl von vier Frauen pro Mann freuen könnten.

Weil der Verdacht besteht, dass junge Frauen mit dieser Werbung zur Prostitution angestiftet werden, haben belgische Behörden nun Ermittlungen gegen die Plattform eingeleitet.

"Laut Definition handelt es sich bei dem Angebot von RichMeetBeautiful um Prostitution. Es besteht ein Austausch von Geld und/oder Gütern gegen Geschlechtsverkehr. Sexualität findet hier nicht auf Augenhöhe statt, sondern in einem ungleichen Machtgefüge", erklärt Jedida Sutter, Österreich-Leiterin von Freethem, einer internationalen Organisation gegen Ausbeutung und Menschenhandel, laut "pressetext".

(ek)

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