Der britische TV-Sender Channel 4 hat mit sofortiger Wirkung alle Staffeln der beliebten Datingshow "Married at First Sight" aus dem Programm genommen und vom Streaming-Dienst entfernt. Der Grund: Schwere Vorwürfe sexueller Übergriffe gegen mehrere Kandidatinnen.
Drei Frauen haben sich mittlerweile gemeldet und berichten von sexuellem Fehlverhalten während der Dreharbeiten. Eine Kandidatin schildert, von ihrem Partner zu einer nicht einvernehmlichen sexuellen Handlung gezwungen worden zu sein.
Wie tag24.de berichtet, werfen die betroffenen Frauen auch der Produktion vor, sie nicht ausreichend geschützt zu haben. Obwohl der Sender vor der Ausstrahlung über die Vorfälle informiert wurde, seien die Folgen dennoch gezeigt worden.
Channel-4-Geschäftsführerin Priya Dogra drückte den betroffenen Frauen ihr Mitgefühl aus. Diese seien nach ihrer Teilnahme "sichtlich belastet" gewesen. Der Sender habe "schnell, angemessen und sensibel" gehandelt. Die Beschuldigten bestreiten die Vorwürfe.
Bei "Married at First Sight" werden Singles von Experten zusammengebracht und lernen sich erst am Tag ihrer Hochzeit kennen. Die Show begleitet die Paare bei den Vorbereitungen und den Flitterwochen. In Deutschland läuft ein ähnliches Format unter dem Namen "Hochzeit auf den ersten Blick".