Großbritannien ist erschüttert: Mehrere ehemalige Teilnehmerinnen der Reality-Show "Married at First Sight UK" ("Hochzeit auf den ersten Blick") erheben schwere Vorwürfe gegen ihre TV-"Ehemänner".
Laut einer BBC-"Panorama"-Recherche soll es während der Dreharbeiten sogar zu Vergewaltigungen gekommen sein.
Zwei Kandidatinnen behaupten, von ihren jeweiligen Partnern vergewaltigt worden zu sein. Eine weitere Frau berichtet von einer sexuellen Handlung ohne ihre Zustimmung. Besonders schockierend: Eine Teilnehmerin sagt, ihr TV-Ehemann habe ihr gedroht, ihr Säure ins Gesicht zu schütten, sollte sie über die Vorfälle sprechen.
Die mutmaßlichen Taten sollen sich während der Produktion der beliebten Dating-Show ereignet haben.
Die betroffenen Frauen werfen dem britischen Sender Channel 4 und der Produktionsfirma CPL vor, sie nicht ausreichend geschützt zu haben. Laut BBC sollen Verantwortliche bereits vor der Ausstrahlung über einzelne Vorwürfe informiert gewesen sein.
Trotzdem seien Episoden weiterhin gesendet worden.
Nach Bekanntwerden der Vorwürfe zog Channel 4 Konsequenzen: Mehrere Staffeln von "Married at First Sight UK" wurden von den Streaming-Plattformen entfernt. Zusätzlich wurde eine externe Untersuchung eingeleitet.
Senderchefin Priya Dogra erklärte, die Sicherheit und das Wohlbefinden der Teilnehmer hätten "oberste Priorität". Gleichzeitig betonte der Sender, dass die beschuldigten Männer alle Anschuldigungen bestreiten.