Coronavirus

Delta-Desaster – der Fahrplan zu neuen Corona-Regeln

Am Freitag berät die Regierung mit den Länderschefs über neue Corona-Verschärfungen. "Heute" hat den Fahrplan für den großen Gipfel.

Heute Redaktion
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High Noon am Freitag: Kanzler Schallenberg und Gesundheitsminister Mückstein beraten mit den Ländern.
High Noon am Freitag: Kanzler Schallenberg und Gesundheitsminister Mückstein beraten mit den Ländern.
apa/picturedesk ("Heute"-Montage)

Freitagabend im Kanzleramt: Wie von "Heute" berichtet, trifft Bundeskanzler Alexander Schallenberg (VP) erstmals persönlich mit den neun Landeshauptleuten zusammen. Angesichts der rapide steigenden Corona-Zahlen will die Regierungsspitze mit den Landesfürsten über die weitere Strategie in der heftigen Delta-Welle beraten. Am Mittwoch registrierten die Behörden mit 6.102 zusätzlichen Positiv-Befunden die höchsten Infektionszahlen im Jahr 2021. 

So läuft der Corona-Gipfel

Freitagnachmittag: Die neun Landeshauptleute kommen dieses Mal persönlich nach Wien. Am 22. Oktober hatte man noch mit einer Videokonferenz das Auslangen gefunden. Dieses Mal lud Schallenberg zu einem physischen Austausch. "Heute"-Infos zufolge haben alle zugesagt.

18 Uhr: Die Beratungen am grünen Tisch im Ministerratssaal beginnen. Der Austausch ist für zwei Stunden anberaumt. Schallenberg möchte einen Fokus auf die "Booster-Impfungen", den sogenannten dritten Stich, legen.

20 Uhr: Zwei Stunden früher als beim letzten Mal möchte man die Österreicher Freitagabend über das mit den Bundesländern geschnürte "Corona-Paket" informieren. 

Kommen Verschärfungen?

Die entscheidende Frage: Welche neuen Corona-Regeln verhängt die Regierung angesichts der angespannte Situation? Wie "Heute" erfährt, ist das Zusammenlegen der zweiten und dritten Stufe am Corona-Eskalationsplan quasi beschlossene Sache. Mückstein möchte sie österreichweit vereinheitlichen. Ungeimpfte dürfen dann nicht mehr in die Nachtgastro und zu Events. Und: Überall, wo 3G gilt (also auch im Büro) zählen nur noch PCR-Tests. Hier erwarten Insider ein Gezerre, denn für viele Bundesländer ist eine flächendeckende und rasche Auswertung von PCR-Tests aktuell nicht möglich.

Oberösterreich muss reagieren

Die Bundesländer gehen unter unterschiedlichsten Vorzeichen in das Gespräch: Salzburg und Oberösterreich haben desaströse Infektionszahlen. Wien bespricht am Donnerstag bereits in Eigenregie mögliche Verschärfungen mit Experten, Steiermarks Schützenhöfer sorgt sich wegen des Zusammentreffens mit der Grippe-Saison.

Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil
Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil
HERBERT NEUBAUER / APA / picturedesk.com

Einzig Burgenlands SP-Landeschef Hans Peter Doskozil kommt mit einer guten Ausgangslage nach Wien. Er hat die anvisierte Durchimpfung von rund 82 Prozent der impfbaren Bevölkerung am Donnerstag erreicht und kann über sein Erfolgsmodell Impflotterie referieren. Doskozil sagt: "Ich werde dafür eintreten, dass es aufgrund der hohen Durchimpfung zumindest keine weiteren Verschärfungen für die Burgenländerinnen und Burgenländer gibt."

"Im Burgenland ist es so, dass wir bei den Hospitalisierungen auf gleichbleibendem Niveau niedrig bleiben."

Ein Auflassen aller Maßnahmen per sofort sei aufgrund der derzeitigen Lage nicht realistisch: "Man muss aber klar sagen: Wir haben auf der einen Seite stark steigende Zahlen – das sehen wir bei der Inzidenz – andererseits ist es aber so, dass wir bei den Hospitalisierungen auf gleichbleibendem Niveau niedrig bleiben." Im Burgenland waren am Donnerstag vier von 35 Covid-Intensivbetten belegt. Doskozil sei aufgrund der stabilen Situation aktuell der Einzige, mit dem man über ein weniger rigides Vorgehen sprechen könne, hieß es aus dem Kanzleramt. Schallenberg werde sich Doskozils Vorschläge wie auch die Argumentation seiner Amtskollegen ergebnisoffen anhören: "Es gab bisher ja noch kein persönliches Kennenlernen", so eine Sprecherin.

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