Hand aufs Herz: Weißt du wirklich, was "delulu" heißt? Oder tust du nur so, um nicht komplett "mid" rüberzukommen? Kein Problem – hier kommt der kleine Selbsttest. Zwischen Selbstironie, Chaos und überraschend viel Selbstbewusstsein navigiert die Gen Z (geboren zwischen 1995 und 2010) mit eigenem Vokabular durch den Alltag.
Bei Abneigung, Ekel oder Desinteresse spricht man von einem "Ick". Beispiel: "Männer die Einrad fahren? Das gibt mir den Ick", hört man dann in einem TikTok-Video. Jetzt bist Du gefragt: Wie viele der Wörter kannst du richtig zuordnen?
Besonders unangenehm wird es, wenn man dann auch noch "caught in 4K" ist. Bedeutet: eindeutig erwischt – keine Ausreden mehr möglich. Screenshot, Video, Beweis: Das Internet vergisst nichts. Bei der Generation Z wird man also nicht nur "in flagranti" erwischt, sondern man bezieht auch gleich den digitalen Aspekt ein.
Gleichzeitig sehen sich Vertreter der Gen Z gerne als Hauptfigur im Film ihres Lebens. Es tritt dann ein Gefühl der "Main character energy" auf. Egal, ob du nur schnell zum Supermarkt gehst oder im Regen dramatisch aus dem Fenster schaust: Der Mittelpunkt bist du!
Manchmal fehlen einem einfach die Worte. Dann hilft die Universalformel: "It’s giving…". Damit meint man "es wirkt wie..." oder es erinnert an...", damit lässt sich alles beschreiben, ohne es wirklich zu erklären. Beispiel: "It’s giving rich aunt" (übersetzt: "es erinnert an die reiche Tante"). Das beschreibt eine selbstbewusste, erfolgreiche, meist kinderlose Frau. Ihr Style ist teuer und auffällig.Nächstes Beispiel: "It’s giving Chaos." Beschreibt chaotische Zustände. Eine Person oder eine Situation kann gemeint sein.
Für die Generation Z ist eine klassische Beziehung scheinbar zu langweilig, stattdessen gibt es die "Situationship". Es beschreibt eine Romanze, die keine verbindliche Beziehung ist. Man sieht sich, genießt die Zeit, aber vermeidet die Frage, "was genau verbindet uns". In Sachen Herzschmerz sammeln die jungen Leute somit definitiv Erfahrung.
Was wäre eine Jugendsprache ohne Beleidigungen? "Heute" hat euch die zwei harmlosesten Begriffe herausgesucht. Darunter fallen der sogenannte "NPC moment" (Non Player Character Moment): So nennt man Situationen, in denen jemand wirkt, als hätte er gerade keine eigenen Gedanken, wie ein Nebencharakter in einem Videospiel eben.
Wenn dann noch jemand "mid" ist, wird’s richtig hart. Das bedeutet nämlich nicht schlecht, sondern einfach nur durchschnittlich. Wer komplett eskaliert, ist übrigens nicht einfach nur verrückt, sondern "unhinged" und das kann, je nach Kontext, sogar ein Kompliment sein.