Doublespeak

Depeche-Mode-Gründer hat eine neue Supergroup

Synthiepop-Legende Vince Clarke, Neil Arthur und Benge präsentieren als Doublespeak ihr Debütalbum – und überraschen mit eigenwilligen Coverversionen.
Jochen Dobnik
30.06.2026, 17:14
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Nach Jahrzehnten voller Synth-Pop-Geschichte schlägt Vince Clarke mit Doublespeak das nächste Kapitel auf.

Die Musiklegende hinter Depeche Mode, Yazoo und Erasure startet ein neues Projekt. Gemeinsam mit Neil Arthur, dem Frontmann von Blancmange, und Produzent Benjamin David Edwards aka Benge interpretiert er auf dem gleichnamigen Debutalbum bekannte Songs auf völlig neue Art.

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Die Kombination der drei Musiker verspricht dabei eine besondere Mischung: Clarke arbeitet inzwischen von seiner Wahlheimat Kalifornien aus und bringt seine unverwechselbare Synthesizer-Handschrift mit, Arthur ergänzt den Sound mit britischem Charme und Erfahrung, während Benge für die moderne Produktion verantwortlich zeichnet.

Obwohl Clarke und Arthur seit vielen Jahren befreundet sind, stehen sie mit Doublespeak erstmals gemeinsam als kreatives Team hinter einem Musikprojekt.

Wie das "Spin"-Magazin berichtet, war die Songauswahl für das Debütalbum alles andere als gewöhnlich.

Doublespeak interpretieren sowohl bekannte Klassiker wie ABBAs „The Visitors“, "Rock On" – im Original von David Essex – und Carpenters’ „Goodbye to Love“ als auch weniger bekannte Stücke von Fad Gadget oder Magnetic Fields neu.

Ungewohnte Herangehensweise

Neil Arthur betont, dass es nie darum ging, die Originale einfach zu kopieren. "Was uns auf dieser Reise besonders beeindruckt hat, ist, wie gut diese Songs sind. Erst wenn man seine eigene Version macht, merkt man, welch unglaubliche Werke sie sind", erklärt er.

Für Clarke war es spannend, viele der von Arthur vorgeschlagenen Stücke zum ersten Mal zu hören und somit völlig frei an die Arrangements heranzugehen: "Ich habe schon Coverversionen meiner eigenen Songs gehört, und ehrlich gesagt gibt es keine bessere Hommage. Genau das wollten wir hier auch machen."

Benge beschreibt seine Rolle als die eines Produzenten, der den unterschiedlichen Songideen einen gemeinsamen Klang verleiht. Durch seine Produktion wurden die einzelnen Stücke zu einem stimmigen Album zusammengeführt. Die Arbeit am Album verlief größtenteils auf Distanz, die Musiker schickten sich gegenseitig ihre Beiträge und entwickelten die Songs so weiter.

Zukunftspläne: Eigene Songs geplant

Doublespeak sehen das Coveralbum als Auftakt. Für die nächste Platte sind bereits eigene Songs geplant, wie die Band verrät. Zwei neue Kompositionen sollen demnächst als exklusive Zusatztracks erscheinen.

Clarke blickt im Gespräch mit "Spin" auf seine Anfänge mit Depeche Mode zurück und betont, wie sehr ihn elektronische Musik geprägt hat. Der entscheidende Moment war für ihn das Hören von Orchestral Manoeuvres in the Dark. „Da habe ich beschlossen: Weg mit der Gitarre, her mit den Synths“, so Clarke.

Arthur hofft, dass das Album Hörer dazu animiert, sich die Originale der gecoverten Künstler näher anzuschauen. "Diese Songs bedeuten uns sehr viel. Wir haben sie intensiv studiert, um unsere Versionen zu machen. Großartige Songs, großartige Künstler“, sagt er.

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