Der Detektiv, der Gudenus und Strache hereinlegte

Neue Recherchen enttarnen jenen Mann, der im Ibiza-Skandal als Drahtzieher fungiert haben dürfte.
Das Rätselraten um die Drahtzieher des Video-Aufregers aus Ibiza hat (vorerst) ein Ende. Die Spur der Kontaktpersonen von Johann Gudenus führt von Wien in die deutsche Detektiv-Szene. Lösungsansatz war ein Hinweis von Gudenus selbst auf den Wiener Rechtsanwalt M.. Dieser bot schon in den vergangenen Jahren belastendes Material gegen die FPÖ zum Kauf an - vergeblich.

Von Anwalt M. laufen die Fäden zu den österreichisch-bayrischen "Sicherheitsberatern" Sascha W. und Julian H. weiter. Letzterer saß bei den Videos neben der angeblichen Oligarchen-Nichte und ist wegen einer Vorstrafe und Betriebsspionage polizeibekannt.



CommentCreated with Sketch.21 Zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Inszenierung kostete 600.000 Euro



Von wem der tatsächliche Auftrag zur Video-Falle kam, ist offen. Sascha W. vermutet politische Auftraggeber. An Geld für den Tatplan mangelte es nicht – zu teuer war die Vorbereitung. W. nennt einen Betrag von rund 600.000 Euro.

Sascha W. gibt an, mit der Produktion des Videos nichts zu tun zu haben, aber die Handschrift seines Ex-Mitarbeiters H. zu erkennen. Dieser wollte das Video zunächst um eine Million verkaufen, scheiterte damit aber. Dann fand das Video – wohl über den tatsächlichen Auftraggeber – den Weg in deutsche Medien.

(fho)

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