Der Rücktritt von Roberto Martínez als portugiesischer Teamchef sorgt nicht für Ruhe. Nach dem bitteren WM-Aus im Achtelfinale gegen Spanien entlädt sich in den sozialen Netzwerken der Frust der Fans. Viele machen den Spanier für das Scheitern verantwortlich und rechnen gnadenlos mit ihm ab.
Unmittelbar nach der 0:1-Niederlage gegen Spanien zog Martínez die Konsequenzen und erklärte seinen Rücktritt. Doch anstatt Dankesworte zu erhalten, musste sich der 52-Jährige in den sozialen Medien heftige Kritik gefallen lassen.
Unter einem Beitrag des portugiesischen Senders "Cabine Desportiva", der die Fans nach einer Abschiedsbotschaft für den scheidenden Teamchef fragte, sammelten sich innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Kommentare. Viele Nutzer verabschiedeten Martínez mit scharfen Worten, manche gingen noch weiter und beleidigten ihn offen.
"Das Beste an dieser Weltmeisterschaft? Dass dieser spanische Trainer endlich weg ist", schrieb ein Fan. Ein anderer kommentierte: "Der größte Versager unserer Geschichte. Erst hat er Belgiens goldene Generation verschwendet, jetzt unsere." Weitere Nutzer bezeichneten ihn als "schlechtesten Trainer, den ich je erlebt habe", warfen ihm eine "ängstliche Taktik" vor oder kritisierten, er könne "Spiele weder vorbereiten noch lesen".
Immer wieder tauchte dabei derselbe Vorwurf auf: Martínez habe aus einem der talentiertesten portugiesischen Kader der vergangenen Jahrzehnte deutlich zu wenig herausgeholt. "Wir haben unsere größte Chance auf den WM-Titel verspielt", schrieb ein Anhänger. Ein anderer kritisierte, der Spanier habe bei seinen Personalentscheidungen "immer den Namen eines Spielers über dessen aktuelle Form gestellt".
Mit seinem Rücktritt endet nun die Zeit von Roberto Martínez als portugiesischer Teamchef. Die Reaktionen der Fans zeigen allerdings deutlich, dass viele diesen Schritt schon lange erwartet und sich sogar gewünscht hatten.