"Der ORF zeigt nicht zu viel Sex – aber zu schlechten"

Otto Retzer lässt im Gespräch mit "Heute" kein gutes Haar an den "Vorstadtweibern".
Otto Retzer lässt im Gespräch mit "Heute" kein gutes Haar an den "Vorstadtweibern".
Jeff Mangione / KURIER / picturedesk.com
Regie-Legende Otto Retzer hat sich den Staffelauftakt der "Vorstadtweiber" angesehen – und versteht die Welt nicht mehr.

Im Gespräch mit "Heute" rechnete der 75-Jährige mit den Machern und Darstellern der ORF-Serie ab. Nina Proll ließ Retzer dabei außen vor. "Die ist halt, was sie ist. Aber ich finde es schrecklich, dass in einem Land, in dem es so gute Schauspieler gibt, auf einmal Leute ihre Gesichter hinhalten, die eine Katastrophe sind", so Retzer.

"Dachte, ich schaue anderen Sender"

Die erste Staffel der "Vorstadtweiber" habe er gesehen und genossen. "Aber dann schaue ich mir das gestern an und denke, ich bin in einem falschen Land. Als hätte ich aus Versehen einen anderen Sender aufgedreht", ärgert sich der Regisseur. Dem ORF attestiert Otto Retzer einen Abfall in Sachen Qualitätsmanagement. "Ich wurde 30 Jahre lang wegen jedem Beistrich vom ORF traktiert und wundere mich, wie so schlechtes Handwerk auf Sendung gehen kann", so Retzer.

Retzer-Comeback im ORF?

An den Sex-Szenen stoße sich Otto Retzer nicht aufgrund des expliziten Inhalts, sondern aufgrund der lieblosen Umsetzung. Er habe kein Problem mit Sex im ORF-Hauptabend. "Der ORF zeigt nicht zu viel Sex – aber zu schlechten". Otto Retzer sehe nur einen Weg, den ORF aus seiner Misere zu retten: "Ich bin jetzt 75 Jahre alt. Aber ich glaube, ich fange nochmal zu Arbeiten an".

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