Sie fing das echte Wien ein – und das lange bevor Instagram & Co. existierten: Das MAK widmet der Pressefotografie-Pionierin Barbara Pflaum ab 15. April eine große Ausstellung. Mehr als 100 Aufnahmen zeigen eine überraschend humorvolle und oft intime Seite der Stadt in den 1950er- und 60er-Jahren.
Spät, aber dafür umso entschlossener startete Pflaum ihre Karriere: Mit 40, geschieden und dreifache Mutter, griff sie erstmals zur Kamera – und wurde rasch zu einer der prägenden Fotografinnen der Wochenpresse. Ob Politiker, Künstler oder Society-Events: Pflaum war überall dabei.
Doch besonders spannend sind ihre privaten Schnappschüsse: Szenen aus Kaffeehäusern, Märkten oder Parks, spielende Kinder, flüchtige Begegnungen auf der Straße. Viele dieser Bilder schlummerten jahrzehntelang im Archiv – jetzt werden sie erstmals gezeigt.
Mit ihrer Rolleiflex hielt sie das Wien der Nachkriegszeit fest – im Umbruch, im Alltag, ganz nah an den Menschen. Heraus kommt ein lebendiges Porträt einer Stadt, das bis heute fasziniert.