Der Druck auf Kanye West in Europa wächst weiter: Nach dem Einreiseverbot in Großbritannien hat der Rapper nun auch seinen geplanten Auftritt im Juni in Marseille abgesagt – noch bevor die französischen Behörden ein mögliches Verbot umsetzen konnten.
Auf X erklärte der Musiker, der inzwischen unter dem Namen Ye auftritt, er habe sich "nach reiflicher Überlegung" entschieden, die Show auf unbestimmte Zeit zu verschieben.
Aus der Politik kam zuvor klare Kritik: Frankreichs Innenminister soll ein Verbot geprüft haben. Auch Marseilles Bürgermeister Benoît Payan hatte sich bereits im März gegen das Konzert ausgesprochen und betont, dass für Hass und extremistische Ideologien kein Platz sei.
In einem weiteren Posting erklärte Ye, er übernehme Verantwortung für sein Verhalten und wolle seine Fans nicht in die Situation hineinziehen.
Der Hintergrund: Im vergangenen Jahr hatte er ein Lied mit dem Titel "Heil Hitler" veröffentlicht und damit für Empörung gesorgt. Anfang 2026 veröffentlichte er zudem eine Entschuldigung im "Wall Street Journal", in der er sich von entsprechenden Vorwürfen distanzierte und frühere Aussagen mit seiner bipolaren Störung erklärte.