Ukraine

Deshalb schickt Putin jetzt Zirkusleute an die Front

Russische Soldaten in der Ukraine sollen unterversorgt und wenig ausgebildet sein. Nun sollen unter anderem Zirkusartisten die Moral der Truppe heben.
18.12.2022, 19:10
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

In ihrem täglichen Update schreibt das britische Verteidigungsministerium, dass Russland zwei "kreative Frontbrigaden" zu ihren Truppen schicken will. Deren Aufgabe soll es sein, die Moral der Soldaten an der Front zu heben. Russischen Medienberichten zufolge werden in den Reihen dieser Brigaden Opernsänger, Schauspieler und Zirkusartisten vertreten sein. Das russische Verteidigungsministerium hat vor kurzem eine Kampagne gestartet, um die Öffentlichkeit zu ermutigen, Musikinstrumente für Soldaten im Einsatz zu spenden.

"Die schwache Moral ist mit Sicherheit weiterhin eine große Schwachstelle in weiten Teilen der russischen Streitkräfte", schreibt das britische Verteidigungsministerium. Den Soldaten machten in erster Linie die sehr hohen Opferzahlen, die schlechte Führung, die Gehaltsprobleme, der Mangel an Ausrüstung und Munition sowie die Unklarheit über die Kriegsziele zu schaffen. Es sei unwahrscheinlich, dass die Bemühungen der kreativen Brigaden diese Bedenken wesentlich minderten.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Rätselraten um Angriff in Russland

Indes herrscht Rätselraten um einen Angriff in Russland. Wie die staatliche russische Nachrichtenagentur "Ria Nowosti" berichtet, sei es in der Stadt Belgorod am Sonntag zu mehreren Explosionen gekommen. Laut dem Korrespondenten seien neun Explosionen hörbar gewesen, das Luftabwehrsystem soll funktioniert haben. Belgorod liegt im europäischen Teil von Russland und ist nur etwa 120 Kilometer von der ukrainischen Stadt Charkiw, die sich seit September wieder in ukrainischer Hand befindet, entfernt.

"Es gibt Opfer am Boden, derzeit liegen Informationen zu vier verletzten Personen vor", sagt Wjatscheslaw Gladkow, der Gouverneur der Region. Bilder in den sozialen Medien zeigen derweil kaputte Fenster in Wohnungen und Autos. Immer wieder vermeldet der Kreml Beschuss von Dörfern und Städten nahe an der ukrainischen Grenze. Offenbar wurde beim Beschuss auch eine Geflügelfarm getroffen. Laut dem Medienprojekt Nexta sollen zwei Personen ums Leben gekommen sein, der Gouverneur spricht derweil von einem Todesopfer und mehreren Verletzten.